Schwimmbäder in Stuttgart Die Bäder laufen gerade im Energiesparmodus

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Um die Mineral- und Hallenbäder in der Stadt wieder zu starten, sind 14 Tage Vorlaufzeit nötig, weil vorher alles gründlich gereinigt und desinfiziert werden muss.

Das Becken ist noch leer und um einige Spielbereiche flattern Absperrbänder. Sonst ist der Außenbereich des Leuze bereit für die Freibadsaison.Das Außenbecken im Bad Berg ist fertig, das Beachvolleyball-Feld auch. Foto: Jürgen Brand
Das Becken ist noch leer und um einige Spielbereiche flattern Absperrbänder. Sonst ist der Außenbereich des Leuze bereit für die Freibadsaison. Das Außenbecken im Bad Berg ist fertig, das Beachvolleyball-Feld auch. Foto: Jürgen Brand

Stuttgart - An den ersten warmen Tagen dieses Frühlings hätte sich am vergangenen Wochenende sicher gerne der eine oder andere ein bisschen Sonne auf der Liegewiese des Leo-Vetter-Bades im Stuttgarter Osten gegönnt. Das Hallenbad hat einen Außenbereich mit Terrasse, Liegewiese, Basketballkorb und Spielfläche. Aber auch das Leo ist wie alle Stuttgarter Bäder wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Bäder laufen derzeit im Sparbetrieb weiter. Und um sie nach dem Ende der Einschränkungen wieder hochzufahren, benötigen die Bäderbetriebe zumindest für die Mineralbäder und die großen Hallenbäder 14 Tage Vorlaufzeit.

Wasser in den Becken nicht beheizt

So ein Hallenbad wie das Leo-Vetter-Bad ist zwar schnell geschlossen, komplett außer Betrieb genommen werden die Bäder aber nur, wenn größere Wartungs- oder Reparaturarbeiten anstehen. Deswegen laufen die Bäder zurzeit in einem Energiesparmodus weiter, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Sparmodus bedeutet, dass das Beckenwasser nicht beheizt wird, die Chlorung und auch die Lüftungsleistung reduziert werden. Durch solch einen „Schwachlastmodus“ würden mögliche Schäden, wie sie bei länger nicht benutzten Anlagen gerne einmal auftreten, oder Verkeimungen vermieden.

Trotzdem dauert es seine Zeit, bis so ein Bad wieder geöffnet werden kann. Sollte die Landesregierung nach einem Ende oder zumindest einer deutlichen Abschwächung der Pandemie die Bäder wieder freigeben, muss das Wasser in den Becken wieder aufgeheizt werden, was nicht in ein paar Stunden erledigt ist. Außerdem müssen dann alle sanitären Anlagen desinfiziert und auch alle anderen Bereiche gründlich gereinigt werden.

Außenbecken im Bad Berg fast fertig

Zumindest in den beiden Mineralbädern – also im Leuze und im Mineralbad Cannstatt – konnten die Bäderbetriebe die ungeplante Schließzeit nutzen und außerplanmäßige Revisionsarbeiten durchführen. Das Leuze wäre in der vergangenen Woche ganz unabhängig von Corona ohnehin planmäßig für Revisions- und Wartungsarbeiten geschlossen gewesen. Dort wurde im großen Dampfbad die Decke saniert, auch im Umkleidebereich wurde an den Decken gearbeitet, in und an den Becken standen Fliesenarbeiten an. Dafür hatten die Handwerker jetzt mehr Zeit, und die Techniker der Bäderbetriebe konnten noch einiges mehr erledigen. Jetzt wird der Freibadbereich im Leuze ebenso wie in allen anderen Freibädern nach und nach für die kommende Freibadsaison vorbereitet, auch wenn deren Beginn noch völlig offen ist.

Weiter gearbeitet wird auch im Mineralbad Berg, wo der Umbau und die Sanierung nach Angaben der Stadt planmäßig vorankommen. Nachdem jetzt das Zelt über dem neuen Außenbecken abgebaut wurde, sind die Baufortschritte deutlich erkennbar. „Die Arbeiten an den Quellen verliefen bislang ohne große Probleme und stehen kurz vor dem Abschluss“, so die Pressestelle der Stadt. Die Wiedereröffnung ist nach wie vor für Mitte Juli geplant. Und auch wenn noch kein Wasser in den Bad Berg-Becken ist – das neue Beachvolleyball-Feld im Außenbereich ist schon bereit für das erste Match.




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