Schwimmen Der Ligawettkampf ist wie ein Klassentreffen

Von Nathalie Mainka 

Sowohl die Damen als auch die Herren der Wasserfreunde Leonberg haben ein Heimspiel und behaupten sich erneut in der Württembergliga. Die Athleten werden von Trainern, Masters und Ehemaligen unterstützt.

Insgesamt 104 Läufe  und 494  Starts        bringen      die Organisatoren  der Wasserfreunde       in  der Württembergliga   an   einem  Tag        unter einen  Hut. Foto: Andreas Gorr
Insgesamt 104 Läufe und 494 Starts bringen die Organisatoren der Wasserfreunde in der Württembergliga an einem Tag unter einen Hut. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Wenn die Fans mit ihren Trommeln und Hupen ins Leonberger Hallenbad einziehen, kann das nur eins heißen: Die Wasserfreunde richten wieder einen Wettkampf aus. Im aktuellen Fall waren das die deutschen Mannschaftsmeisterschaften, DMS genannt.

Hier bewegen sich sowohl die Leonberger Damen als auch die Herren in der Württembergliga. Beide haben den Klassenerhalt geschafft. Die Frauen landeten auf dem achten Rang, konnten wie im vergangenen Jahr den Abstieg gerade noch verhindern. Die ersten beiden Plätze machten der SV Bietigheim und die TSG Backnang unter sich aus – beide steigen in die Oberliga auf. Zurück in die Bezirksliga müssen der TSV Schmiden und der SSV Ulm II. Für Leonberg waren alle Damen aus der ersten Mannschaft am Start, zusätzlich wurde das Team schwimmerisch noch von den beiden Trainerinnen Sarah Ziegler und Melanie Ansel unterstützt. Für Nesthäkchen Maxi Dempf (2003) war es der erste Einsatz bei einer DMS, den sie mit Bravour meisterte. Hinzu kamen die beiden Ehemaligen Jana Zierler und Nuh Quynh Huynh.

Die Männer der Wasserfreunde, die im vergangenen Jahr aufgestiegen sind, landeten auf einem sicheren fünften Rang. Bestes Team war der SV Waiblingen, die drei Abstiegsplätze gingen an die SG Stuttgart-Nord, SV Schwäbisch Gmünd II und SSG Heilbronn. Im Grunde genommen sind Schwimmer Einzelsportler, die, je nach individuellem Leistungsstand, bei nationalen oder gar internationalen Meisterschaften teilnehmen. Nur einmal im Jahr bei den DMS ist das Vereinsteam gefordert.

Und jedes Jahr ist dieser Wettkampf im Februar wie ein Klassentreffen. So gab es auch bei den Leonberger Männern ein großes Wiedersehen. Zusätzlich zu den Schwimmern aus der ersten Mannschaft starteten die Masters-Trainer Phan Lam Huynh, Matthias Schork und Konrad Bruder sowie einige Ehemalige, die studienbedingt inzwischen weggezogen sind, ihr Startrecht aber behalten haben. So reisten Philipp Merkle und Mark Cedric Kelbel aus München beziehungsweise Freiburg an, um das Team zu unterstützen.

Angelika Illeson, die Pressesprecherin der Wasserfreunde, ist überzeugt, dass Leonberg das Potenzial hat, künftig in der Oberliga mitzumischen. Die Herren starteten dort zuletzt 2008, die Damen 2009. Momentan müssten sie noch mit den Folgen der Hallenbadschließung von 2011 bis Februar 2014 kämpfen. „Da fehlen uns die entsprechenden Jahrgänge, aber von unten kommen viele nach. Wir hoffen, dass einige dem Leistungssport erhalten bleiben.“

Und es war wieder ein Mammutprogramm, das die Wasserfreunde als Organisatoren an einem Tag stemmten. Normalerweise werden die insgesamt 104 Läufe und 494 Starts in der Württembergliga an zwei Orten über die Bühne gebracht. Weil sich kein zweiter Ausrichter fand, zogen die Leonberger alles alleine durch. „Es hat super funktioniert, weil jeder weiß was zu tun ist“, sagte Illeson. Inklusive der Fans, die die Schwimmer lautstark mit ihren Trommeln und Hupen unterstützten.