Schwimmen: Deutsche Meisterschaften Freude nach der Tortur

Glücksgefühl in Berlin: Kim Herkle (rechts)  nach dem Sieg über 200 Meter Brust Foto: dpa/Andreas Gora
Glücksgefühl in Berlin: Kim Herkle (rechts) nach dem Sieg über 200 Meter Brust Foto: dpa/Andreas Gora

Kim Herkle aus Oeffingen ist deutsche Meisterin über 200 Meter Brust. Die 18-jährige Schwimmerin behauptete sich nach strapaziösen Wochen am Sonntag zum Abschluss der nationalen Titelkämpfe in 2:27,43 Minuten.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Berlin - Die letzten Meter, unschwer zu erkennen, waren eine Tortur. Doch Kim Herkle quälte sich am Sonntagnachmittag nicht vergebens. Die 18-Jährige behauptete vollends ihren Vorsprung über 200 Meter Brust und durfte sich im Anschluss über ihren ersten nationalen Titel unter Frauen freuen. Die Hochleistungsschwimmerin aus Oeffingen hat strapaziöse Wochen mit Top-Qualifikationszeiten, begleitendem Abiturstress und den kontinentalen Titelkämpfen in Budapest bei den deutschen Meisterschaften in Berlin veredelt. Kim Herkle blieb zwar deutlich hinter ihrer im April erzielten Bestmarke (2:25,40 Minuten) zurück, aber sie blieb, allein das war von Belang an diesem Tag, vor der Konkurrenz. Am Ende gewann die Bundeskaderathletin, die in Heidelberg lebt und dort – am Olympiastützpunkt – trainiert, in 2:27,43 Minuten vor Bente Fischer (Neckarsulmer Sport-Union/2:28,04 Minuten) und Anna Kroniger (SV BW Bochum/2:28,92 Minuten).

Kim Herkle kehrt mit drei Medaillen aus Berlin zurück

Kim Herkle hat ihrem mächtigen Frühjahrsprogramm von Donnerstag bis Sonntag in Berlin acht weitere Rennen, verteilt auf vier Wettbewerbe, hinzugefügt. Dabei hat sie drei Medaillen gewonnen. Der Auszeichnung in Silber über 400 Meter Lagen (4:45,14 Minuten) folgte ein siebter Platz über 100 Meter Brust (1:10,54 Minuten/wir haben berichtet). Am Samstag ist der Vielbeanspruchten eine bemerkenswerte Leistung gelungen, eine gar für die Bestenlisten. Über 200 Meter Lagen waren zwar Kathrin Demler (SG Essen/2:12,99 Minuten) und Zoe Vogelmann (SV Heidelberg/2:13,05 Minuten) schneller. Die Abiturientin allerdings, die für den SV Cannstatt antritt, war als Dritte in ihrem Nebenfach im Wasser schneller denn je (2:13,94 Minuten). Bemerkenswerter noch war für Kim Herkle aber doch am Tag darauf der Sieg, die Goldmedaille in ihrer Spezialdisziplin über 200 Meter Brust.




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