Schwippe-Brücken in Dagersheim Zwei Brücken dauerhaft gesperrt

Dass es für die Friedhofsbrücke Ersatz geben muss, steht schon fest. Foto: /Julia Theermann

Vier Fußgängerbrücken führen in Dagersheim über die Schwippe. Zwei davon sind nun von der Stadt dauerhaft gesperrt worden. Wie und wann sie ersetzt werden, ist noch nicht bei beiden geklärt.

Böblingen: Julia Theermann (the)

Trockenen Fußes über das Flüsschen Schwippe kommen die Dagersheimerinnen und Dagersheimer derzeit nur auf Umwegen. Zwei der vier Schwippe-Brücken in dem Böblinger Teilort sind nämlich gesperrt – und zwar dauerhaft. Das hat die Stadt Böblingen bestätigt.

 

Schon lange stehen die Brücken und ihr schlechter Zustand in der Kritik, Mitglieder der Ortschaftsrats dringen regelmäßig auf ihre Sanierung. Sind sie doch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Fleckens wichtige Verbindungen sind. Sperrungen verlangen ihnen teils Hunderte Meter Umweg ab.

Noch im Sommer vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung angekündigt, die erste der vier Brücken – die am Friedhof – solle ab Oktober erneuert werden. Ein Gutachten hatte sie als die am schlechtesten gestellte Brücke eingestuft. Jetzt ist sie gesperrt. Auch der schmale Weg, der zwischen zwei Grundstücken zur Brücke führt, ist mit einer Bake abgeriegelt. Ein Ersatzbau wird für die erste Jahreshälfte in Aussicht gestellt – barrierefrei, allerdings wohl nicht in der bisherigen Holz-Optik.

Reparatur der Brücken nicht wirtschaftlich

„Die Sperrung der zwei Brücken über die Schwippe in Dagersheim wurde kurzfristig veranlasst, weil das akute Schadensbild eine verkehrssichere Nutzung der beiden Brücken nicht mehr zugelassen hat“, sagt Böblingens Stadtsprecher Gianluca Biela.

Ähnlich verhält es sich mit der Brücke am Marktplatz. Da, wo bis vor einigen Monaten das Rafa am Markt war, und wo samstags der Wochenmarkt Besucher anlockt, führt eine weitere Brücke über die Schwippe. Sie ist in den vergangenen Jahren mehrmals gesperrt gewesen. Der Bodenbelag ist an einigen Stellen geflickt.

Die Brücke am Marktplatz wurde plötzlich gesperrt. Foto: Julia Theermann

Das Flicken allerdings rechne sich bei den beiden Brücken jetzt nicht mehr, so Biela. Vielmehr sei geplant, die beiden Bauwerke abzuriegeln, bis Ersatz gebaut werden kann. „Die Verwaltung erarbeitet die Grundlagen für diese Ersatzbauten“, sagt der Sprecher. Über das weitere Vorgehen werde man spätestens im Zuge der Behandlung in den Gremien informieren.

Auch die dritte der vier Brücken zieren derzeit Verkehrsbaken. Dort sind die Geländer damit verstärkt worden – mit schwarzen Kabelbindern angebunden, säumen sie die Brücke. Einige Streben des Holzgeländers waren zuvor herausgebrochen. Im vergangenen Mai war bereits der Bodenbelag provisorisch erneuert worden.

Die Schwippe-Brücken

Der Bestand
Bei den Schwippebrücken handelt es sich um vier Bauwerke aus Holz, die zu Fuß oder mit dem Rad genutzt werden können. Die Betonbrücken zum Beispiel direkt am Bezirksamt, am Regenrückhaltebecken oder weiter draußen am westlichen Ende der Mühlgasse fallen nicht darunter.

Brücke am Friedhof
Die westlichste der vier Schwippebrücken ist gleichzeitig die längste. Sie ist 13,56 Meter lang und 1,80 Meter breit. Sie ist nicht barrierefrei. An beiden Seiten gibt es mehrere Stufen.

Brücke am Bezirksamt
Die Brücke, die neben dem Bezirksamt von der Mühlgasse zur Wiesentalstraße führt, ist 9,53 Meter lang. Auch sie ist 1,80 Meter breit.

Brücke am Marktplatz
Mit 8,8 Metern ist die Brücke an der Kirchgasse die kürzeste. In der Breite ist sie mit den beiden vorher genannten Brücken identisch. An einer der Brückenseiten muss eine Stufe überwunden werden.

Brücke an der Ostelsheimer Straße
Die Brücke, die von der Berggasse zur Ostelsheimer Straße führt, ist die breiteste der vier. Sie ist zudem auch die zweitlängste. 11,02 Meter ist sie lang und drei Meter breit. Sie ist ebenerdig, es gibt allerdings eine Gatterschranke, damit keine Autos darüber fahren.

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