Second-Hand in Stuttgart Läden für Kleidung, Möbel, Babysachen

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Ob Möbel, Sachen fürs Baby oder eine Boutique mit Damenkleidung – Second-Hand ist in Stuttgart fester Bestandteil des Stadtbildes. Wir zeigen, wo Second-Hand-Fans in Stuttgart fündig werden. Mit Karte!

Elisabeth Schnaitmann betreibt das Second-Hand-Geschäft „Rosenrot“ im Stuttgarter Westen. Foto: Beate Pundt 17 Bilder
Elisabeth Schnaitmann betreibt das Second-Hand-Geschäft „Rosenrot“ im Stuttgarter Westen. Foto: Beate Pundt

Stuttgart - Wer den Laden von Cornelia Kaufmann betritt, bekommt sämtliche Klischees zum Thema Second Hand bestätigt. Auf nur 30 Quadratmeter liegen, stehen und hängen hier gebrauchte Jacken, Sandalen und Kleider. Es riecht nach getragenen Schuhen.

Von außen dringt nur wenig Tageslicht in das Geschäft „Der kleine Prinz“ an der neuen Weinsteige in Stuttgart, denn auch vor den Fenstern hängen Kleidungsstücke an Bügeln. Auf dem Boden stehen Tüten mit neuen Klamotten. Das Sofa in der Mitte des Raumes nimmt den letzen freien Platz in dem Geschäft ein.

Second-Hand ist gebraucht, also billig? Der erste Eindruck täuscht und ein Blick auf die Etiketten belehrt Besucher eines Besseren. Cornelia Kaufmann verkauft keinen Ramsch, sondern getragene Markenkleidung für Kinder und Frauen. Zum Beispiel kleine Mäntelchen oder Kleidchen von Gucci und Dior, oder eine Bluse von Burberry.

Den Überblick mit allen Second-Hand-Geschäften in Stuttgart inklusive Adressen und Öffnungszeiten finden Sie am Ende des Artikels.

Ruf von Second-Hand wird besser

Ein einfaches Geschäft ist der Second-Hand-Handel in Stuttgart nicht. Daraus macht Kaufmann kein Geheimnis. Mit rund 250 Stammkunden hält sich die Inhaberin auch in schlechten Zeiten über Wasser. Zum Beispiel in den Sommermonaten. „Mit T-Shirts lässt sich eben kein Geld verdient“, sagt sie schulterzuckend. Mit dem Herbst geht es auf die besseren Monate für den Second-Hand-Verkauf zu. Mäntel, Jacken und Pullover – das funktioniert.

Außerdem ist der Ruf von Second-Hand-Mode in Stuttgart und auch generell wieder besser geworden, ist Kaufmann überzeugt. Ihr Eindruck: Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst, sowohl beim Einkauf von Lebensmitteln als auch bei Kleidung. So sei es für junge Eltern längst keine Neuigkeit mehr, dass getragene Kleidung insbesondere für Babys besser ist, weil die Chemikalien schon herausgewaschen sind.

Second-Hand für Herren funktioniert in Stuttgart nicht

Auch Elisabeth Schnaitmann hat sich mit ihrem eigenen Second-Hand-Laden „Rosenrot“ in der Vogelsangstraße einen Traum erfüllt. Vor zwölf Jahren hat sie eine ehemalige Metzgerei im Stuttgarter Westen komplett umgekrempelt und in einen Laden für gebrauchte Damenmode verwandelt. Auf den ersten Blick sieht die helle und sortierte Boutique mit den großen Schaufenstern wie ein gewöhnliches Modegeschäft aus – auch das ist Second Hand in Stuttgart.

Eine Kundin durchstöbert einen Kleiderständer nach etwas Brauchbarem. Ihr Blick bleibt an einem grauen Kaputzenmantel hängen. Sie probiert ihn an, dreht sich um sich selbst und streicht über den Stoff. Ihr Mann lehnt am Türrahmen und schaut ihr dabei zu. Sie hat sich schon entschieden.

Im Second-Hand-Laden zu bummeln ist für die Kundin selbstverständlich. „Meine Mutter kauft hier ein, ich kaufe hier ein und meine Tochter mittlerweile auch“, sagt sie und schmunzelt über diese Tatsache.

Das Festlegen der Preise ist eine Gratwanderung

Über die Jahre hat Schnaitmann ein gutes Gefühl für das Modebewusstsein der Stuttgarter entwickelt. Grundsätzlich nimmt sie nur Damenmode an, denn Herrenmode funktioniere hier nicht, sagt sie. „Männer kaufen kein Second Hand“, berichtet sie aus ihrer Erfahrung. Anders als die Damen würden die Herren ihre Hosen und Hemden meist so lange tragen, bis diese verschlissen seien, um sich dann neue Kleidung zu kaufen. Die Frauen hingegen würden zum Teil Kleidung bringen, die kaum getragen wurde.

Schnaitmann hält einen fliederfarbenen Pullover hoch und runzelt die Stirn – sie denkt nach. Der Pullover ist aus Kaschmir, der Originalpreis vierstellig, aber die Farbe gewöhnungsbedürftig. „Da muss ich mir noch einen Preis überlegen“, sagt sie. Die Kunden, die ihre Kleidung abgeben, bekommen bei ihr 40 Prozent vom Verkaufspreis.

Die Festlegung der Preise ist dabei eine Gratwanderung: Einerseits soll der qualitativ hochwertige Pullover einen verdienten Preis bekommen, andererseits darf dieser auch bei Second Hand nicht zu hoch sein. „Mir gefällt Second Hand“, sagt die Kundin mit ihrem neuen Mantel unterm Arm. „Für ein paar Hundert Euro hätte ich mir den im Laden sicher nicht gekauft. Aber 80 Euro ist ein fairer Preis.“

 

 

 

Von Kindern bis Kostümen: Second-Hand-Läden in Stuttgart

Kinderkleidung, Möbel oder stilvolle Damenmode – gerne auch Markensachen? Hier finden Sie einen Überblick zu den verschiedenen Second-Hand-Läden in Stuttgart. Mit Adresse und Öffnungszeiten.

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