See in Leonberger Teilort Was in den vergangenen Jahren schon alles im Warmbronner See gelandet ist
Metallschweine, Tresore – und sogar ein ganzes Auto? Viele Dinge, die so gar nicht hineingehören, wurden schon in den Warmbronner See bugsiert.
Metallschweine, Tresore – und sogar ein ganzes Auto? Viele Dinge, die so gar nicht hineingehören, wurden schon in den Warmbronner See bugsiert.
Der Warmbronner See hat jüngst für Schlagzeilen gesorgt: Unbekannte waren in der Nacht zum Samstag in die nahe Grundschule eingebrochen und hatten dort unter anderem einen Feuerlöscher mitgehen lassen. Im Anschluss wussten sie nichts Besseres, als den Inhalt des Löschers in den See zu sprühen. Den Feuerlöscher selbst warfen sie gleich hinterher. Einer der beiden Stühle, die sie darüber hinaus gestohlen hatten, landete ebenfalls im Gewässer – der andere in einem Gebüsch.
Dabei ist der Ort ein beliebtes Ziel – und wichtig für die Natur. Im Warmbronner See im Osten der Gemeindegemarkung tummeln sich von April bis in den Frühsommer abertausende Kaulquappen. Der See dient den Menschen, von nah und von fern, als Ziel für Spaziergänge oder Zwischenstation bei Radtouren. Der beliebte Online-Routenplaner Komoot beschreibt ihn wie folgt: „Dieses Naturjuwel, auf einer Höhe von etwa 434 Metern gelegen, dient als ruhiger Rückzugsort und Mittelpunkt für Outdoor-Aktivitäten in der Umgebung.“
Bloß werden in dieses Juwel immer wieder Dinge bugsiert, die so gar nicht hineingehören. Denn nicht nur Feuerlöscher oder Stühle wurden bereits aus dem Wasser geborgen. Lange hielt sich sogar das Gerücht, im Warmbronner See liege gar Auto.
Das zumindest bewahrheitete sich nicht, als im Spätsommer 2025 der Wasserspiegel des Sees für Reinigungs- und Sanierungsarbeiten abgesenkt wurde. Da tauchte kein ganzer Pkw auf, wohl aber ein Katalysator. Und ein komplettes Fahrrad. Für das größte Aufsehen sorgte jedoch ein nicht eben kleines Schwein aus Metall, das die Helfenden aus dem Matsch zogen – und das als Fotomotiv zu einer gewissen Popularität gelangte.
Wie all diese Dinge in den Warmbronner See gelangt sind? Das wissen lediglich die Personen, die sie irgendwann einmal dort hinein befördert haben. Oder, je nach Grad der – vielleicht alkoholbedingt – beeinträchtigten Wahrnehmung oder Erinnerungsfähigkeit, vielleicht auch nicht mehr.
Im Winter 2022 wussten die Handelnden allerdings ganz genau, was sie da taten. Am 10. Dezember wurde damals ein Tresor im See entdeckt. Helfer des Technischen Hilfswerks bargen den Safe und übergaben ihn schließlich der Polizei, die ihre Unterstützung angefordert hatte. Woher der Tresor kam, wurde nie öffentlich.
Anders als bei einem Vorfall aus dem Sommer 2013. Damals wurde bei der Leonberger Tafel ein Safe gestohlen, der wenige Tage später im seichten Wasser des Warmbronner Sees von Spaziergängern entdeckt wurde. Sie alarmierten sogleich die Polizei. Diese stellte fest: Den Dieben war es offenbar nicht gelungen, den Tresor zu öffnen.