Zehn Tage nach Leon landet auch Heidi wieder in Weil der Stadt. Die beiden treffen sich dort das vierte Jahr in Folge – und haben schon mehr Nachwuchs gezeugt als andere Störche.
Das Warten hat ein Ende: Am Rosenmontag kehrte die Störchin Heidi nach Weil der Stadt zurück – zum vierten Mal und so früh wie noch nie. Im Gegensatz zu Leon, dem sein Gefieder immer etwas ungeordnet um den Hals liegt, strahlt ihr Federkleid blendend weiß. Dass sich die beiden gut verstehen, kann man mit etwas Glück beobachten. Denn meist stecken sie schon morgens ihre Köpfe zusammen. Voraussichtlich kommt es auch schon bald zu ersten Paarungsversuchen.
Bisher waren die beiden sehr erfolgreich, was den Nachwuchs betrifft. In ihrem ersten gemeinsamen Jahr verließen zwei Jungstörche das Nest. Ein dritter lag damals leider tot im Nest, verhungert, weil er unverdauliches Dämmmaterial gefuttert hatte. 2024, im Jahr mit starken Regenfällen während der Brutzeit, überlebten ebenfalls zwei Junge und verließen den Storchenturm. Ein drittes wurde indes, als die Tiere beringt und mit einem Sender versehen werden sollten, tot geborgen.
Storchennachwuchs: „Wir liegen mit diesen Zahlen über dem Durchschnitt“
Im letzten Jahr flogen Ende August dann gleich vier junge Störche davon, wovon einer bereits in Marokko gesichtet wurde, identifiziert anhand seiner Ringnummer. Auch die Storchenbeauftragte Sabine Holmgeirsson freut sich über so viel Nachwuchs: „Wir liegen mit diesen Zahlen über dem Durchschnitt, was flügge gewordene Störche in Baden-Württemberg betrifft.“