Selbsttest im „Unverpackt-Laden“ Kochen ohne Plastikmüll – geht das?

Von Lena Hummel und Isabel Mayer 

Alle zwei Wochen stapeln sich gelbe Säcke auf Stuttgarts Straßen. Dabei geht es auch anders: Wir haben für dieselbe Mahlzeit zweimal eingekauft. Einmal im „Unverpackt-Laden“ und einmal beim Discounter. Hier sehen Sie das Video zum Selbsttest.

Wie viel Müll muss sein? Zwei Einkäufe, zwei Läden: Einmal unverpackt, einmal verpackt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Wie viel Müll muss sein? Zwei Einkäufe, zwei Läden: Einmal unverpackt, einmal verpackt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Im Jahr 2016 produzierte Deutschland 18,16 Millionen Tonnen Verpackungsmüll und liegt damit an der Spitze aller europäischen Länder. Pro Kopf fielen 24,9 Kilo Plastikmüll an. Das sind Daten, die erst einmal verdaut werden müssen. Denn eigentlich könnte die Reduktion von Plastikverpackungen so einfach sein – oder nicht?

>> Lesen Sie hier: Schüttgut in Stuttgart – unverpackt und nachhaltig

Unsere Onlineredakteurin produziert in einem Dreipersonenhaushalt mindestens zwei gelbe Säcke pro Woche. Jens-Peter Wedlich, Inhaber des ersten „Unverpackt-Laden“ in Stuttgart, braucht mit seiner vierköpfigen Familie zwei gelbe Säcke im Monat. Er ist der Beweis dafür, dass es auch anders geht – nur wie?

Entschleunigtes Einkaufen

Ein Großteil des Plastikabfalls entsteht in der Küche, denn fast sämtliche Lebensmittel werden verpackt. Dabei ist die Verpackung nur selten notwendig, wie sich im Selbsttest zeigt. Wir haben uns entschieden, Ratatouille zu kochen und die Zutaten zweimal gekauft: Einmal in Wedlichs Laden „Schüttgut“ im Stuttgarter Westen und einmal im Discounter.

Dabei wird schnell klar, dass der Unterschied der beiden Einkaufsstätten nicht nur im Plastikverbrauch liegt. Auch das Verhältnis von Preis, Leistung und Zeitmanagement unterscheidet sich enorm. Hier sehen Sie das Video zu unserem Selbsttest.

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