BMW-Händler aus der Region Stuttgart Entenmann verkauft seine Autohäuser

Von uls 

Der 71 Jahre alte Werner Entenmann veräußert seine vier Autohäuser. Er will aufgrund seines Alters kürzer treten, allerdings hat er niemanden gefunden, der seine Nachfolge antritt.

Die 180 Mitarbeiter bei Entenmann sollen in die neue Gesellschaft übernommen werden. Foto: dpa/Sina Schuldt
Die 180 Mitarbeiter bei Entenmann sollen in die neue Gesellschaft übernommen werden. Foto: dpa/Sina Schuldt

Esslingen - Der 71 Jahre alte Senior zieht sich zurück: Werner Entenmann verkauft seine vier Autohäuser in Esslingen, Kirchheim, Ostfildern und Göppingen. Doch wird der klangvolle Name nicht aus der regionalen Autowelt verschwinden, denn die vier Autohäuser des ehemaligen Präsidenten des BMW-Händlerverbands werden den Namen Entenmann behalten. Der Käufer ist die Autohandelsgesellschaft Ahg in Horb. Alle 180 Mitarbeiter von Entenmann sollen in das neue Unternehmen übernommen werden.

Der Vertrag ist von 1. Januar an gültig, es sei denn das Kartellamt legt sein Veto ein. Als Grund für den Verkauf äußerte der Seniorchef Werner Entenmann, er wolle wegen seines vorgerückten Alters kürzertreten, „das ist sicher nachvollziehbar“, sagt er. Darüber hinaus sei innerhalb seiner Familie kein Nachfolger in Sicht. Seine Tochter Anja Entenmann arbeite zwar als Geschäftsführerin bei Entenmann, wolle aber die Region Esslingen verlassen. Einen fremden Geschäftsführer einzustellen ist für Entenmann keine Option: „Auf diese Weise haben viele Autohäuser Schiffbruch erlitten.“

Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro erwirtschaftet. An allen seinen vier Standorten lieferte Entenmann zuletzt etwa 1200 BMW und 300 Mini-Neuwagen an seine Kunden aus. Entenmann verkauft an einen großen Partner: Mit mehr als 30 Standorten im Land und mehr als 1700 Mitarbeitern ist die Ahg eine der zehn größten Autohandelsgruppen Deutschlands.