Senioren- und Krankenpflegeverein Altdorf Das ganze Jahr ohne Urlaub und Feiertage
Der Senioren- und Krankenpflegeverein Altdorf feiert 50-jähriges Jubiläum – und blickt auf seine Geschichte zurück.
Der Senioren- und Krankenpflegeverein Altdorf feiert 50-jähriges Jubiläum – und blickt auf seine Geschichte zurück.
Wer sich um kranke Menschen kümmert, der ist immer im Einsatz. Urlaub oder freie Feiertage – Fehlanzeige. So sei das gewesen, damals, als die Krankenschwester Ingeborg Rebmann von 1978 an für den Senioren- und Krankenpflegeverein (SKV) Altdorf tätig war. Das berichtete Altdorfs Bürgermeister und SKV-Vorsitzender, Erwin Heller (parteilos), beim 50-jährigen Jubiläum des Vereins am Freitag im Rahmen einer kleinen Feier in der örtlichen Festhalle. Bei seiner Ansprache zu diesem Anlass blickte er auf fünf Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück und erzählte auch Anekdoten langjähriger Mitglieder, so beispielsweise die der emsigen Schwester Ingeborg Rebmann.
Bereits die Gründung des damaligen Krankenpflegevereins hatte sich alles andere als einfach gestaltet. Eine zunächst angestrebte Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Hildrizhausen wurde wieder verworfen, weil jede der beiden Kommunen die Schwester im eigenen Ort wohnen haben wollte. So fanden sich am 10. November 1973 schließlich 73 Mitglieder zusammen, die auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Adolf Rehn und des Pfarrers Karl Müller in Altdorf einen Krankenpflegeverein ins Leben riefen, der nach einem Jahr bereits auf 374 Mitglieder angewachsen war.
Einen wichtigen Einschnitt brachte das Jahr 1995, als die Krankenschwestern für ihre Dienstfahrten, die sie zuvor mit dem Fahrrad durchführten, ein erstes vereinseigenes Auto, einen Opel Corsa, erhielten. Mit der Gründung der „Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung“ zusammen mit den Nachbarvereinen, den Kirchen- und bürgerlichen Gemeinden im Jahr 1997 wurde die Kranken-, Haus- und Familienpflege schließlich an diese übertragen. Die entfallenen Tätigkeiten kompensierte man in Altdorf durch die Hinzunahme neuer Aufgaben wie der Seniorenarbeit und der Nachbarschaftshilfe, sichtbar auch in der Namensänderung zum Senioren- und Krankenpflegeverein. 2006 neu aufgebaut wurde außerdem die Dienstleistung „Essen auf Rädern“, die sich seither zum Erfolgsmodell entwickelt hat. Eingestellt wurde dagegen Ende 2021 mangels Nachfrage und Helferinnen das Angebot der Nachbarschaftshilfe.
Erwin Hellers Dank galt einigen langjährigen Wegbegleitern, die sich besonders um die Geschicke des SKV Altdorf verdient gemacht haben, allen voran Susanne Nitsche und Markus Lauxmann. Sie ist seit 2001 Leiterin der Seniorenarbeit, führt Gedächtnistrainings durch und organisiert Seniorenausflüge und –nachmittage. Bei ihm liegen seit 2003 die Kassengeschäfte des heute 265 Mitglieder zählenden Vereins mit jährlichen Einnahmen und Ausgaben zwischen 45 000 und 57 000 Euro. Hinzu kamen Rita Kröll, elf Jahre lang in der Nachbarschaftshilfe tätig, Helmut Berner, seit sage und schreibe 36 Jahren Mitglied im Ausschuss des SKV, und Ruth Renner, seit 1998 zweite Vorsitzende des Vereins. Nicht zu vergessen ein 500-Euro-Geburtstagsscheck der Gemeinde, den Bürgermeister-Stellvertreter Arnd Rehn an Erwin Heller übergab.