Serie Aufgetischt: Manns Enkeltochter in Ebersbach Filskiesel und süße Maultäschle

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Manche Süßigkeiten machen bereits Karriere: die neuen Filskiesel haben es ins Albtraufsäckle der Tourismusvereinigung Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf geschafft.

Diana (links) und Claudia Hartauer  aus Ebersbach sind das Mutter-Tochter-Duo von „Manns Enkeltochter“. Foto: privat
Diana (links) und Claudia Hartauer aus Ebersbach sind das Mutter-Tochter-Duo von „Manns Enkeltochter“. Foto: privat

Ebersbach - Bei Schokolikör aus München, feinsten Geleebonbons und frisch gerösteten Kaffeebohnen werden die Ebersbacher schwach. Diese Erfahrung haben schon Josef und Margarete Mann gemacht, als sie vor Jahrzehnten in der Ebersbacher Hauptstraße hinter der Ladentheke standen. Lange Jahre war das Geschäft verpachtet, aber nun, 50 Jahre später, knüpft die Enkelin der Manns, Diana Hartauer, an die süße Familientradition an: „Manns Enkeltochter“ nennt sich ihr neues Geschäft.

Schoko- und Kräuterbonbons sind wieder gefragt

„Wir führen viele Produkte, die schon meine Eltern angeboten haben“, berichtet Claudia Hartauer, die sich gemeinsam mit ihrer Tochter Diana um den Verkauf kümmert, und deutet auf die Kräuter- und Schokobonbons, die wie früher schon bei Manns wieder zu haben sind. Das Sortiment habe sich seit der Eröffnung im vergangenen Herbst nach und nach erweitert, gerade so wie die Vertreter der altbekannten Süßwarenhersteller das Geschäft wieder entdeckt hätten. Darunter seien sogar noch altbekannte Gesichter, die sie aus ihrer Jugend kenne, berichtet Claudia Hartauer.

Schon früher half sie ab und zu im Laden aus. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine Lehre in einem Stuttgarter Feinkostgeschäft, und dann verunglückte der Vater, der seinen Laden geliebt hatte, so schwer, dass er zum Pflegefall wurde und die Familie das Geschäft verpachten musste. Claudia Hartauer kümmerte sich um die Familie, unterrichtete Geigenschüler und engagiert sich bis heute in mehreren Ensembles wie dem Kammerorchester Plochingen und dem Volkshochschulorchester. Und in ihrem Heimatort Roßwälden gründete sie mit Mitstreiterinnen das Marionettentheater „Gruschdelkischd“.

Es duftet nach frisch geröstetem Kaffee

Als die letzte Ladenpächterin im vergangenen Jahr das Handtuch warf, wollte es ihre Tochter Diana wissen, die nach einigen Semestern Jura und der Ausbildung zur Immobilienkauffrau ihre kreative Seite entdeckt hatte. So machte sich das Mutter-Tochter-Duo daran, den Laden mit viel handwerklichem Geschick herzurichten.

Heute duftete es in dem zentral gelegenen Geschäft wieder nach frisch geröstetem Kaffee, den die Hartauers von einer kleinen Rösterei aus Schorndorf beziehen und frisch zubereiten – ebenso wie eine Fülle unterschiedlichster Teesorten. Früher unterhielten ihre Eltern hier ein Tchibo-Frischdepot, erinnert sich Claudia Hartauer, und dieses Angebot hätten die Manns gegen die Konkurrenz am Ort verteidigen können: „Wir waren lange die einzigen Anbieter in Ebersbach“.

Manche süße Versuchung macht bereits Karriere

Einzigartig dürften auch ein paar neue Kreationen sein, meinen die beiden Frauen, die auch Ebersbacher Knusperle aus Nougatmarzipan, Filskiesel aus getrockneten Aprikosen und Zuckerüberzug sowie süße Ebersbacher Maultäschle im Programm haben. Die Filskiesel seien so gut angekommen, dass sie nicht nur vom der kommunalen Verwaltung als Ebersbacher Geschenkidee geordert würden, sondern sogar jüngst als süße Versuchung im Albtraufsäckle der Tourismusvereinigung Schwäbischer Albtrauf gelandet seien, berichten die beiden voller Stolz.