Serie „Tour de Region“ Radfahren ist wie Urlaub

Gegen den Winterspeck, für die Umwelt, wegen der Spritpreise: Die StZ und der Verkehrsverbund Stuttgart präsentieren in einer Serie elf Radtouren durch Stuttgart und Umgebung.

Auch mit dem Pedelec wird durch die Region gefahren. Foto: Zweygarth
Auch mit dem Pedelec wird durch die Region gefahren. Foto: Zweygarth

Stuttgart - Das Allgäu ist auch nicht schöner. Wer auf die Lichtung bei den Stuttgarter Bärenseen am Wildpark gelangt, wähnt sich tatsächlich an einem Urlaubsflecken. Natürlich: dorthin führen asphaltierte Wege; keiner muss im Schweiße seines Angesichts per Rad zu diesem Idyll gelangen. Aber tretend und rollend ist es schöner, weil Fahrradfahren zufrieden macht. Man kann ihn gar nicht hoch genug schätzen, diesen bedeutenden Beitrag des Fahrers zur dauerhaften Erhaltung des Gleichgewichts. Wo sonst im Leben ist man noch auf diese Weise Herr der Lage?

Elf Touren – sehr unterschiedlich lang und schwer – haben sich die Stuttgarter Zeitung und der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) für die Pfingstferien ausgedacht (PDF): Unsere Tour de Region beginnt am Dienstag, 29. Mai. Geradelt wird entlang des Neckars (Tour 8 von Freiberg bis Bietigheim), auf dem Glemsmühlenradweg (Tour 7 von Leonberg bis Oberriexingen), an Schlössern vorbei (Touren 4 und 5 von Ludwigsburg bis Hohenheim) und auf dem Museumsradweg (Touren 2 und 3 von Weil der Stadt bis Nürtingen). Allerdings: Zweiradstrampler, die die Landeshauptstadt einmal aus einer ganz neuen Perspektive sehen wollen, werden auch fündig. Versprochen: ziemlich atemberaubend ist der Ausblick an der S-Bahn Österfeld oben in Stuttgart-Vaihingen. Geradelt wird über das Dach der Fußgängerbrücke, links und rechts geht es 20 Meter in die Tiefe, unten brausen die Autos durch. Stichwort Allgäu: ein Blick aus der Gondel am Nebelhorn macht auch nicht schwindeliger.

Radfahren kostet Schweiß, Mühe, Muskelkraft. Ohne Eingriffe durch den Fahrer würde ein Rad nämlich sehr schnell umfallen. Deshalb hat der Fahrradingenieur das Pedelec erfunden. Und deshalb wurden drei Touren eingebaut, bei denen ein solches Gefährt wahrlich hilfreich ist. Oder wie sonst soll man die Hasenbergsteige in Stuttgart hinaufkommen, ohne oben eine Wiederbelebung, zwei Liter Sprudel und trockene Klamotten zu brauchen?

Mit dem Pedelec schafft man auch die Berge

Die E-Bike-Routen führen einmal weit aus der Region Stuttgart hinaus bis in den Kreis Heilbronn (Tour 11 von Sulzbach bis Oppenweiler), dann jene Stuttgart-City-Strecke (Tour 1 mit Stadt und Ziel in der Stadtmitte) und eine herrliche Na-Tour im Rems-Murr-Kreis, der Wieslaufradweg (Tour 6 mit Start und Ziel in Schorndorf). Ein Pedelec ist kein Mofa: Obwohl man manchmal einen Schub unter dem Hintern hat, der dem gleicht – treten muss man ja trotzdem. Aber für Menschen mit ausgeprägtem Hang zur Couch oder solchen, die ganz einfach nicht mehr wie besessen in die Pedale treten können und wollen, ist das elektrisch unterstützte Radfahren ein Segen. Auf die Alb hoch geht es (Tour 10 von Schopfloch bis Wendlingen) ganz zum Ende der Pfingsttouren mit dem Radbus; auch eine schöne Motivationshilfe. Runter vom Berg rollt man nämlich ungleich leichter.

Darüber hinaus sind alle Touren so aufgebaut, dass die Radfahrer an verschiedenen S-Bahn-Stationen in der Region Stuttgart einsteigen und samt Rad wieder nach Hause fahren können. Denn nichts ist langweiliger, als denselben Weg zweimal zu radeln. Die extrem langen Touren lassen sich auch auf zwei Etappen bewältigen. Viele Sehenswürdigkeiten, Museen und Schlösser, aber auch Eiscafés und Biergärten laden zur Pause ein.

Darüber hinaus sind alle Touren so aufgebaut, dass die Radfahrer an verschiedenen S-Bahn-Stationen in der Region Stuttgart einsteigen und samt Rad wieder nach Hause fahren können. Denn nichts ist langweiliger, als denselben Weg zweimal zu radeln. Die extrem langen Touren lassen sich auch auf zwei Etappen bewältigen. Viele Sehenswürdigkeiten, Museen und Schlösser, aber auch Eiscafés und Biergärten laden zur Pause ein.

Von Dienstag an sind alle Touren über die StZ abzurufen

Alle Touren sind von Dienstag an über die Website der Stuttgarter Zeitung abzurufen; jeden Morgen von 8 Uhr an. Ein Tipp: wer sich die Karten ausdruckt, sollte sie in Hüllen stecken und erst dann in Hosen- oder Hemdtaschen. Sonst kann man auf dem geknickten und dauernd entfalteten Papier bald nur noch erkennen, dass man das Bundesland nicht verlassen hat.

Alle Touren sind von Dienstag an über die Homepage der Stuttgarter Zeitung abzurufen; jeden Morgen von 8 Uhr an. Ein Tipp: wer sich die Karten ausdruckt, sollte sie in Hüllen stecken und erst dann in Hosen- oder Hemdtaschen. Sonst kann man auf dem geknickten und dauernd entfalteten Papier bald nur noch erkennen, dass man das Bundesland nicht verlassen hat.