Seuchen Ein Virus verbreitet sich schneller als die Hasen

Lokales: Barbara Czimmer (czi)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Info

Seuchen

Wildtierkrankheiten zählen laut Deutschem Jagdverband zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren, die auch zur Regulation des natürlichen Gleichgewichts zwischen Wildtierdichte und Lebensraumkapazität beitragen können. Ein seuchenhafter Befall kann für eine Population bestandsgefährdend sein

Von Seuchen spricht man, wenn der Krankheitserreger sich rasch in einem Tierbestand ausbreitet.

Das European Brown Hare Syndrom ist eine virale Lebererkrankung, die zu Lungenblutungen führt, die Tiere schwächt, apathisch macht, Bewegungsstörungen verursacht, ihnen die Scheu nimmt und zu 80 bis 100 Prozent zum Tod des Feldhasens führt. Er wird durch Körperkontakt, gemeinsam genutzte Fress- und Kotplätze übertragen. Der Virus ist für andere Tierarten und für Menschen ungefährlich.

Die Staupe befällt zumeist hundeartige und marderartige Tiere. Die Viren befallen Rachen, Lymphknoten, Schleimhäute und dringen ins Nervensystem ein. Das führt zur Lähmung der Atemmuskulatur und zum Tod des erkrankten Tieres. Das Virus ist einige Tage in der Umwelt überlebensfähig und wird über den Kontakt zu erkrankten Tieren und deren Ausscheidungen (Urin, Kot, Nasensekret) übertragen. Besitzern von Hunden und Frettchen wird daher dringend geraten, den Impfschutz ihrer Haustiere überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen.

Wer kranke oder tote Feldhasen, Füchse und Marder beobachtet oder auffindet, sollte die Finger davon lassen und den Tiernotdienst unter der Telefonnummer 07 11 / 216-9 19 00 verständigen.




Unsere Empfehlung für Sie