SG BBM Bietigheim gewinnt Derby Handball-Frauen von Frisch Auf Göppingen müssen absteigen

Iris Andjic (re.) und die Frisch-Auf-Frauen müssen aus der Bundesliga absteigen. Foto: imago//Michael Schmidt
Iris Andjic (re.) und die Frisch-Auf-Frauen müssen aus der Bundesliga absteigen. Foto: imago//Michael Schmidt

Das bundesweite Alleinstellungsmerkmal ist weg: Durch den Abstieg seiner Handballerinnen hat Frisch Auf Göppingen neben seiner Männermannschaft kein Frauenteam mehr in der Bundesliga.

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Bietigheim-Bissingen - Nach 13 Jahren in der Handball-Bundesliga müssen die Frauen von Frisch Auf Göppingen in die zweite Liga absteigen. Am letzen Spieltag gab es für die Mannschaft von Trainer Nico Kiener beim deutschen Vizemeister und DHB-Pokal-Sieger SG BBM Bietigheim in der Sporthalle am Viadukt eine 22:30(12:16)-Niederlage. Beste Göppinger Werferin war Iris Andjic (7/5 Tore). Die erhoffte Schützenhilfe vom Buxtehuder SV blieb aus: Das Team von Trainer Dirk Leun unterlag seinem Kooperationspartner, dem DHB-Pokal-Finalisten HL Buchholz 08-Rosengarten, nicht ganz unerwartet mit 20:25 (7:10). Rosengarten-Buchholz kämpft nun in zwei Relegationsspielen gegen den Zweitligazweiten Füchse Berlin um den Bundesliga-Verbleib.

Kiener bleibt Trainer

Durch den Abstieg seines Frauenteams verliert Frisch Auf das Alleinstellungsmerkmal in Handball-Deutschland, mit einem Männer- und Frauenteam in der Bundesliga vertreten zu sein. „Unser Ziel ist es, sofort wieder in die Bundesliga aufzusteigen“, sagte der Geschäftsführer Claus Mai. Trainer wird Nico Kiener bleiben, der gleichzeitig auch als Landestrainer im weiblichen Nachwuchsbereich für den Handballverband Württemberg (HVW) tätig ist. Die Abgänge von Michaela Hrbkova, Romy Morf-Bachmann (beide Karriereende), Roxana Ioneac, Tina Welter (beide Ziel unbekannt) und Torhüterin Jasmina Rebmann-Jankovic (bereits jetzt schon Teammanagerin) stehen schon länger fest. Als Neuzugänge kommen Lisa Borutta (Rosengarten-Buchholz), Klara Schlegel (Thüringer HC), Luisa Scherer (Buxtehuder SV), Louisa de Bellis (VfL Waiblingen) und Lotta Woch (TSV Nord Harrislee). Mit dem stark verjüngten Team dürfte die sofortige Rückkehr in die Bundesliga – und damit zur Handball-Hauptstadt – kein Selbstläufer werden.

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