SGV Freiberg Seitz-Nachfolger kommt wohl aus den eigenen Reihen

Co-Trainer Kushtrim Lushtaku (re.) und der bisherige Cheftrainer Roland Seitz arbeiten nun nicht mehr beim SGV zusammen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Knall-auf-Fall-Wechsel von Cheftrainer Roland Seitz zum Ligarivalen FC 08 Homburg kommt für den SGV Freiberg nicht vollkommen überraschend. Nach Informationen unserer Redaktion deutet sich eine interne Nachfolgeregelung an.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Dass der damalige Sportliche Leiter Dieter Gerstung mit Trainer Roland Seitz von Januar 2023 bis September 2024 vertrauensvoll und erfolgreich beim Fußball-Regionalligisten SGV Freiberg zusammengearbeitet hat, ist kein Geheimnis. Von daher war es nicht verwunderlich, dass Gerstung in seiner neuen Rolle als Sportdirektor von Ligarivale FC 08 Homburg den Kontakt zu Seitz hielt – und ihn nun mit sofortiger Wirkung als Nachfolger des nach dem 0:3 bei den Stuttgarter Kickers entlassenen Danny Schwarz installierte. „Unser Cheftrainer Roland Seitz hat uns nach dem letzten Spiel vor der Winterpause mit dem Wunsch konfrontiert, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Diesem Wunsch kommen wir selbstverständlich nach“, teilte der SGV mit.

 

„Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit den zahlreich eingegangenen Bewerbungen intensiv auseinandergesetzt. Nachdem wir mit vier Kandidaten persönliche Gespräche geführt haben, ist unsere Auswahl auf Roland Seitz gefallen“, sagte Gerstung und legte mit der Begründung nach: „Er hat zuletzt in Freiberg mit wenig Mitteln hervorragende Arbeit geleistet und kennt die Regionalliga Südwest wie kaum ein anderer.“ Seitz unterschrieb im Saarland einen Vertrag bis 2027.

Gerstung dankt SGV

Gerstung erläuterte auch, warum sein Weggefährte Seitz für ihn der richtige Trainer für den aktuellen Tabellen-Zehnten ist: „Er legt großen Wert auf Disziplin und eine hohe Laufbereitschaft, gepaart mit taktischen Elementen.“ Der FCH-Sportchef hatte auch noch Worte für seinen Ex-Club parat: „ Ich möchte mich beim Präsidenten des SGV Freiberg Fußball, Emir Cerkez, für das schnelle Nachkommen des Wunsches auf Freistellung von Seitz und den reibungslosen Ablauf bedanken. Das ist in der aktuellen positiven sportlichen Situation des SGV keine Selbstverständlichkeit.“

Freiberg liegt auf Platz fünf, steht zudem im WFV-Pokal-Viertelfinale und plant nach Informationen unserer Redaktion in den verbleibenden 14 Saisonspielen auf eine interne Trainerlösung zu setzen. Es sei denn, die Führungsspieler würden sich vehement dagegen aussprechen. Heißester Kandidat ist Co-Trainer Kushtrim Lushtaku. Der 35-Jährige besitzt genauso die A-Lizenz wie U-19-Coach Walid Khaled und der Sportliche Leiter Mario Estasi. Schon unter Seitz machte Serkan Kocer, ein weiterer Co-Trainer, den Kern der Trainingsarbeit.

Je nachdem, wie es in der neuen Konstellation läuft, dürfte Präsident Emir Cerkez entscheiden, welcher Cheftrainer in der neuen Saison das Sagen haben wird.

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