Beim Fahndungs- und Sicherheitstag zeigt die Polizei in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen Präsenz. Ziel ist es auch, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken.

Das Polizeipräsidium hat jetzt Bilanz gezogen zum sogenannten Fahndungs- und Sicherheitstag am 27. März. Rund 400 Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei, Zoll und verschiedenen Behörden hatten in dem etwa 20 Stunden dauernden Einsatz in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg unterschiedliche Kontrollen durchgeführt. Die öffentlichkeitswirksame Aktion ist Teil der landesweiten polizeilichen Sicherheitsstrategie zur Bekämpfung der Kriminalität im öffentlichen Raum.

 

Sicherheitsgefühl soll gestärkt werden

„Im Jahr 2025 wurden in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg erneut gut 40 Prozent aller Straftaten im öffentlichen Raum begangen. Das sind Straftaten, die von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen werden und die sich daher besonders auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auswirken können“, erklärt der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Erwin Grosser. Mit den Kontrollaktionen will die Polizei ein klares Signal setzen.

Entsprechend lag der Schwerpunkt der Sicherheit im öffentlichen Raum sowie den Bereichen illegale Beschäftigung, Sozialleistungsbetrug, Rauschgift- und Waffendelikte sowie grenzüberschreitender Kriminalität. Die Einsatzkräfte kontrollierten von 6 Uhr morgens und bis 2 Uhr am Folgetag über 1500 Personen und mehr als 700 Fahrzeuge. Dabei wurden gut 1200 Dokumente auf Echtheit überprüft. Weiter wurden auch Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle vollstreckt, Gaststätten und Hotels überprüft und es gab Kontrollen im Rotlichtmilieu.

Insgesamt stellten die Beamten 31 Straftaten und 492 Ordnungswidrigkeiten fest, darunter vor allem Betäubungsmittel- und Waffendelikte sowie Verkehrsverstöße. Elf Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln. 23 Fahrzeuge wiesen teils erhebliche Mängel auf, sodass den Fahrern die Weiterfahrt untersagt werden musste.

Waffen wurden beschlagnahmt

Es wurden unter anderem Betäubungsmittel, Arzneimittel, Waffen und Führerscheine beschlagnahmt, zwei Blutentnahmen von einem Arzt durchgeführt, mehrere Personen erkennungsdienstlich behandelt und drei Gaststätten im Kreis Böblingen wegen verschiedener Beanstandungen geschlossen.

Die Zahl der im öffentlichen Raum begangenen Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg war im Jahr 2025 zwar rückläufig (minus 12,3 Prozent). Im Vergleich der letzten zehn Jahre stagnieren die Zahlen aber auf hohem Niveau. So werden im Durchschnitt jährlich über 15 000 Straftaten im öffentlichen Raum registriert, was rund 40 Prozent aller Straftaten in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg ausmacht. Die Schwerpunkte lagen dabei im Jahr 2025 im Bereich der Sachbeschädigungsdelikte, gefolgt von Rohheits- und Diebstahlsdelikten. Auch die Zahl der Messerangriffe im öffentlichen Raum stieg 2025 deutlich an. Knapp die Hälfte aller 222 registrierten Messerangriffe (44,7 Prozent) fand im öffentlichen Raum statt.