Sieg für Drittliga-Team SG Schozach-Bottwartal braucht langen Anlauf

Aylin Bornhardt schraubte ihre Torausbeute kurz vor Schluss noch auf zehn. Foto: avanti

Die Drittliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal knacken gegen den TV Nellingen die 40-Tore-Marke, tun sich zunächst aber schwer.

Ludwigsburg: Andreas Hennings (hen)

Wer online auf die Ergebnis- und Tabellenübersicht der Dritten Liga der Frauen blickt, könnte in Anbetracht des 40:27 zwischen dem Tabellendritten SG Schozach-Bottwartal und dem Zehnten TV Nellingen meinen: Das war sicherlich eine klare Angelegenheit ohne Spannung. Doch Pustekuchen. Der Gegner von der Schwäbischen Alb trat am Samstagabend in Beilstein von Beginn an mutig auf und machte es der favorisierten SG richtig schwer.

 

Angefeuert von drei Trommlern, die mit ihren Schlägen über die vollen 60 Minuten teils die Standfestigkeit ihres Instruments voll ausreizten, lag Nellingen in der ersten Hälfte sogar lange vollkommen verdient vorne. Erst mit 5:3, dann mit 10:5 und schließlich mit 12:7 (19.).

Die Gäste profitierten von ihrer starken Abwehr, an der sich die SG im Stehangriff sichtlich die Zähne ausbiss. Zuspiele an die Kreismitte gab es kaum, auch im Rückraum kam sie selten zu Wurfgelegenheiten. Die Ballgewinne nutzte Nellingen erfolgreich für Tempogegenstöße. „Nellingen hat sich enorm entwickelt und da richtig stark verteidigt“, zog auch SG-Coach Hannes Diller nach dem Spiel den Hut.

Es drohte die dritter Niederlage in Serie

Der SG drohte die dritte Niederlage in Folge. Doch sie berappelte sich, auch weil Youngster Lara Däuble im Rückraum immer wieder die Initiative ergriff und Mitspielerinnen freispielte oder selbst zum Wurf hochstieg. Auch etwa Aylin Bornhardt, die am Ende wie Däuble auf zehn Treffer kam, ging nun voran. Und so gelang das, wonach es lange überhaupt sich ausgesehen hatte: Die SG glich beim 13:13 nach 25 Minuten wieder aus und ging beim 15:14 kurz vor der Pause in Führung. „Wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um uns auf die Nellinger Abwehr einzustellen. Dann hat es deutlich besser geklappt“, sagte Diller.

Ab der 37. Minute ging es dann Schlag auf Schlag: die SG zog von 19:18 auf 24:19 (42.) davon und zwang den Gegner zu einer Auszeit. Die Partie war inzwischen ein Spiegelbild der ersten Hälfte: Diesmal machte die SG hinten erfolgreich dicht und nutzte die Abspielfehler des Gegners zu einfachen Toren. Zudem parierte die zur Pause eingewechselte Keeperin Jana Brausch mehrfach und machte es so der starken Nellinger Torhüterin Laura Hoke gleich.

Däuble und Bornhardt treffen je 10 Mal

Letztmals ansatzweise eng war es bei der 27:24-Führung der Bottwartälerinnen (45.), in der Folge brachen bei den Gästen – die im rechten Rückraum einen bitteren verletzungsbedingt Wechsel vornehmen mussten – dann alle Dämme. Beim Tempogegenstoß durch Lara Däuble zum 36:26 war die SG erstmals zehn Treffer vorne. Und mit einem Siebenmetertreffer links oben in den Winkel knackte Aylin Bornhardt mit dem 40:27-Endstand kurz vor der Schlusssirene noch die 40-Tore-Marke.

„Endlich wieder Punkte“, war Hannes Diller nach Abpfiff erleichtert. In der Tabelle bleibt die SG Dritter – sowohl Spitzenreiter Stuttgart/Metzingen als auch der Zweitplatzierte HC Erlangen gewannen am Sonntag.

Die für Sonntag angesetzte Partie der Württembergliga-Männer der SG Schozach-Bottwartal wurde am Samstag von Seiten der SG abgesetzt. Ein Nachholtermin steht aus.

SG Schozach-Bottwartal: Krause, Brausch – Däuble (10/4), Hees, Weber, Bornhardt (10/1), Thierer (2), Dierolf (5), Fabritz (2), Oral (9),Loehnig (2), Eckstein.

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