Simon Terodde beim HSV Ex-VfB-Stürmer knackt alten Zweitligarekord

Von red/ sid 

Traumstart und Tabellenführung – der Hamburger SV hat das erste Etappenziel seiner Aufstiegsmission erreicht. Nicht zuletzt auch wegen Angreifer Simon Terodde, der einen 19 Jahre alten Torrekord knackte.

Ex-VfB-Stürmer Simon Terodde trifft in zwei Partien für den Hamburger SV gleich doppelt. Foto: dpa/Friso Gentsch
Ex-VfB-Stürmer Simon Terodde trifft in zwei Partien für den Hamburger SV gleich doppelt. Foto: dpa/Friso Gentsch

Paderborn - Doppelpack, Torrekord und Tabellenführung – Goalgetter Simon Terodde lieferte auch am Montagabend in Paderborn einen eindrucksvollen Arbeitsnachweis. Der Neuzugang des Hamburger SV traf wie zum Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf auch beim mitreißenden 4:3 (2:3)-Auswärtserfolg beim SC Paderborn doppelt. Damit ist der Zweitliga-Torjäger seit Montagabend Rekordschütze in der eingleisigen 2. Bundesliga.

Wie er diesen persönlichen Erfolg feiern will? „Vielleicht kann man in fünf Jahren mit seinen Jungs im Partykeller sitzen, Bier trinken und daran zurückdenken“, meinte Terodde nach dem kräfteraubenden Tor-Festival in Ostwestfalen. Nach zwei Spieltagen und zwei Doppelpacks führt der dreimalige Zweitliga-Torschützenkönig die diesjährige Rangliste schon wieder an und steht bei insgesamt 122 Treffern im Unterhaus. 

Damit stellt er den bisherigen Rekordhalter Sven Demandt nach 19 Jahren in den Schatten, der nach der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga 121-mal getroffen hatte. Zum ewigen Rekord von Dieter Schatzschneider (154) aus dem Jahr 1987 fehlt noch ein gutes Stück, doch mit seiner bisherigen Quote könnte auch diese Marke in der kommenden Saison fallen.

Steigt Terodde zum dritten Mal als Torschützenkönig auf?

Doch bis dahin möchte Terodde, der im Sommer vom 1. FC Köln kam und für ein Jahr beim HSV unterschrieb, nicht denken: „Jetzt sind wir Erster nach zwei Siegen gegen die Bundesliga-Absteiger, das ist auch nicht ohne.“ So sah es auch sein Trainer Daniel Thioune, der nach dem wilden Topspiel jedoch einschränkte: „Als Trainer bin ich etwas reservierter. Nach der Führung hatten wir sehr einfache Ballverluste und das hat uns innerhalb von fünf Minuten von der Sieger- auf die Verliererstraße gebracht.“

Tatsächlich hatte der HSV – auch dank Terodde – bereits souverän mit 2:0 geführt. Doch nach einem Foulelfmeter und zwei schlimmen Fehlern des Ex-Paderborners Klaus Gjasula stand es zur Halbzeit plötzlich 3:2 für Paderborn, die binnen fünf Minuten dreimal eiskalt zuschlugen.

Lesen Sie hier: Warum der Hamburger SV alle Hoffnung in Simon Terodde setzt

„In der Pause“, berichtete Terodde, „haben wir uns dann gesammelt, sind ruhig geblieben und haben uns gesagt, dass wir auch für Klaus das Ding noch drehen wollen. Das hat zum Glück geklappt“. So grüßt der HSV erstmals seit dem 23. November 2019 wieder von der Zweitliga-Spitze und hat mit Düsseldorf und Paderborn die ersten großen Hürden auf dem Weg zum Aufstieg in die Bundesliga genommen.

Sollte es für den einstigen Bundesliga-Dino tatsächlich mit der ersehnten Rückkehr klappen, würde Terodde eine Trilogie zum Abschluss bringen. 2017 und 2019 stieg er als Torschützenkönig mit dem VfB Stuttgart beziehungsweise dem 1. FC Köln auf. Gleiches peilt der unersättliche Rekord-Torjäger auch in dieser Saison an.




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