Simone Fischer soll ins Land wechseln Stuttgart verliert seine Behindertenbeauftragte

Eines der Projekte aus der Amtszeit von Simone Fischer (Mitte) ist das Projekt Stuttgart inklusiv – mit im Bild sind der Erste Bürgermeister Fabian Mayer und Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Eines der Projekte aus der Amtszeit von Simone Fischer (Mitte) ist das Projekt Stuttgart inklusiv – mit im Bild sind der Erste Bürgermeister Fabian Mayer und Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Nach knapp drei Jahren im Amt sieht alles nach einem Wechsel aus: Stuttgarts Behindertenbeauftragte Simone Fischer zieht es weiter. Gesundheitsminister Lucha hat sie als Nachfolgerin von Stephanie Aeffner vorgeschlagen.

Lokales: Viola Volland (vv)
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Stuttgart - Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) muss sich auf die Suche nach einer neuen Behindertenbeauftragten machen. Simone Fischer, die das Amt seit dem 1. Oktober 2018 innehat, wechselt aller Voraussicht nach zum Land. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hat sie als Nachfolgerin der Landesbehindertenbeauftragten Stephanie Aeffner auserkoren. Letztere scheidet aus. Sie will für die Grünen in den Bundestag einziehen.

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Lucha hat am Donnerstag den Landesbehindertenbeirat gebeten, bei der nächsten Sitzung am 22. September für die Stuttgarterin zu votieren. Anschließend muss noch das Kabinett zustimmen, bevor es zur Bestellung durch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann kommt. Diese gilt für die Dauer der Wahlperiode des Landtags.

Ausgewählt wegen großer Erfahrung und „ihres eigenen Hintergrunds“

„Simone Fischer kennt die Anliegen von Menschen mit Behinderungen sowohl aufgrund ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung als auch ihres eigenen Hintergrundes. Sie ist deshalb eine hervorragend qualifizierte Kandidatin für das Amt“, so Lucha. Er verwies darauf, dass die 42-jährige Diplom-Verwaltungswirtin, die selbst kleinwüchsig ist, bereits seit 2003 durchgängig im Bereich der Eingliederungshilfe und Teilhabe tätig ist.

„Ich freue mich, wenn ich meine Stimme und Energie einsetzen kann, um dabei mitzuarbeiten, die Inklusion in Baden-Württemberg weiter voranzubringen“, kommentiert Simone Fischer die Neuigkeit. Sie habe in Stuttgart „viele offene Türen, Herzen und zupackende Hände vorgefunden und miteinander einiges anstoßen können, was die Barrierefreiheit und Teilhabe“ betrifft. Sie freue sich einerseits „sehr“ über die Anfrage und habe gerne ihre Bereitschaft erklärt, das Amt zu übernehmen. Es falle ihr aber auch „nicht leicht“, sich zu verabschieden, weil sie auch „etwas Gutes verlasse“.

Viel Lob für Simone Fischer

Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann (Grüne) würdigt Fischer in einer Mitteilung der Stadt Stuttgart als „bestens vernetzte Fachfrau und herausragende sowie allseits geschätzte Mitarbeiterin“. Auch Vertreter der Stuttgarter Behindertenhilfe bescheinigen der scheidenden Beauftragten auf Anfrage, einen „guten Job“ gemacht zu haben. Ihre dialogorientierte Art wird gelobt. „Das ist klasse für Baden-Württemberg, aber schade für Stuttgart, sie hat für die Menschen mit Behinderung viel bewegt und immer Wert darauf gelegt, die Leute zu beteiligen“, sagt zum Beispiel Armin Hoffer, der Geschäftsführer des Körberbehindertenvereins Stuttgart. Der Wechsel soll zum 1. Oktober erfolgen. Jennifer Langer werde zunächst die kommissarische Leitung der Stabstelle übernehmen, informiert die Stadt. Sie war vier Jahre Behindertenbeauftragte im Landkreis Calw und ist seit einem Jahr Mitarbeiterin von Simone Fischer auf der Geschäftsstelle.




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