Simos in Stuttgart-Bad Cannstatt Wie geht es mit der Leitstelle nun weiter?

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Die Verwaltung will noch vor Weihnachten neue Pläne für die Leitstelle in Bad Cannstatt vorstellen. Gewerkschaftsvertreter begrüßen das.

In der Simos wird es eng, mahnen Feuewehrleute und Gewerkschafter. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
In der Simos wird es eng, mahnen Feuewehrleute und Gewerkschafter. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - In den Reihen der Feuerwehr dürfte es wohl nicht auf Begeisterung stoßen, dass in der aktuellen Haushaltsrunde noch kein Beschluss über ein Ausweichquartier für die Simos (Leitstelle für Sicherheit und Mobilität in Stuttgart) kommen wird. Die Dringlichkeit eines Antrags für die Beratungen wurde offenbar nicht gesehen. Das wurde aus der nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montag bekannt. Dennoch fiel am Montag ein Beschluss, wie es nun weitergehen soll, sagt ein Sprecher der Stadt.

Die Feuerwehrleute fordern, dass im Hof der Feuerwache ein Interimsbau während der anstehenden Modernisierung und des Umbaus der Simos errichtet wird. Dieser soll jedoch nicht nur als Ausweichquartier für die Mitarbeiter der Leitstelle der Rettungsdienste und der Feuerwehr (ILS) und die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) genutzt werden können. Nach dem Umbau sollen darin, so wünschen es sich viele Feuerwehrleute, Arbeitsplätze für die Feuerwache an der Mercedesstraße entstehen, die genutzt werden können, bis diese neu gebaut ist. Das kann noch bis zu zehn Jahre dauern.

Feuerwehrleute befürchten, dass ein Teil der Verwaltung ausgelagert wird

Die Kritiker in den Reihen der Feuerwehr haben eine Befürchtung: Sie vermuten, dass die Verwaltung auf die Idee kommen könnte, nur für die Sanierungszeit der Simos eine Containerlösung im Hof einzurichten, und die Feuerwehrarbeitsplätze dann in Verwaltungsgebäude an anderen Stellen in der Stadt ausgelagert werden könnten.

Im Verwaltungsausschuss sei nun beschlossen worden, dass die verantwortlichen Referate bis zur nächsten öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am kommenden Mittwoch eine schriftliche Vorlage erarbeiten, in der dargestellt ist, wie es nun weitergehen soll. „Es ist korrekt, das dem Gemeinderat am 18. Dezember ein Konzept vorgestellt werden muss, diese Hausaufgaben hat die Verwaltung vom Gemeinderat bekommen“, kommentiert das ein Vertreter der Berufsgruppe Berufsfeuerwehr in der Gewerkschaft Verdi. Man begrüße es, dass die Fraktionen umfassend informiert werden.

Ein Sprecher der Stadt hat am Montag bestätigt, dass ein Interim für die Mitarbeiter im Simos kommen soll. Zu einer möglichen Verlagerung der Feuerwehrarbeitsplätze liegt von der Verwaltung noch keine Stellungnahme vor.




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