Die Stadt Sindelfingen legt gemeinsam mit dem Stiftsgymnasium und der Gottlieb-Daimler-Schule auf einer Freifläche südlich des Kinderspielplatzes zwischen der Würbenthaler Straße und dem Hapenweg einen sogenannten „Tiny Forest“ an.
Oberbürgermeister Markus Kleemann sagt: „Mit dem gemeinsamen Projekt setzen wir zusammen mit den Schulen ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung, Umweltbildung und aktiven Klimaschutz in Sindelfingen. Besonders freut mich, dass junge Menschen hier Verantwortung übernehmen, selbst pflanzen, forschen und die Entwicklung über Jahre begleiten. So entsteht ein lebendiger Lernort – und zugleich ein starkes Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadt Sindelfingen.“
Bei einem „Tiny Forest“ handelt es sich um einen besonders dicht bepflanzten, artenreichen Mini-Wald, der nach der Miyawaki-Methode angelegt wird. Ziel ist es, auf kleiner Fläche ein vielfältiges ökologisches Ökosystem zu schaffen und damit einen konkreten Beitrag zur Klimaanpassung im städtischen Umfeld zu leisten.
Die Stadt stellt die erforderliche Fläche bereit und unterstützt das Projekt fachlich sowie finanziell. Das Stiftsgymnasium und die Gottlieb-Daimler-Schule pflanzen im Rahmen von Schul-projekten jeweils 100 Quadratmeter Tiny Forest. Insgesamt werden rund 700 heimische Bäume und Sträucher gesetzt.
Bereits im November wurde die Fläche vorbereitet und der Boden gezielt verbessert, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Derzeit erfolgt nun die Pflanzung der Gehölze. Anschließend wird das Areal mit einem niedrigen Zaun eingefasst, um die junge Vegetation zu schützen. Die Pflege der Anpflanzung übernehmen die beteiligten Schulen so lange, bis sich der Mini-Wald eigenständig stabil entwickelt hat. Darüber hinaus wird der Tiny Forest aktiv in den Unterricht eingebunden und dient als außerschulischer Lernort.
Das Jugendforschungszentrum Sindelfingen begleitet das Projekt mit Messpunkten, die eine langfristige Dokumentation der Entwicklung des Tiny Forest ermöglichen. Geplant sind regelmäßige Monitoring-Aktionen, um Wachstum, Biodiversität und klimatische Effekte zu erfassen.
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