Sindelfingen Vesperkirche lädt ein: Freude auf Gespräche und leere Töpfe
Eine Veranstaltung für Gemeinsamkeit ist die Vesperkirche in Sindelfingen. Am 26. und 27. März gibt wieder viele leckere Speisen in der vorösterlichen Martinskirche.
Eine Veranstaltung für Gemeinsamkeit ist die Vesperkirche in Sindelfingen. Am 26. und 27. März gibt wieder viele leckere Speisen in der vorösterlichen Martinskirche.
Menschliche Nähe, statt sozialer Kälte wollen die Organisatoren in der zweiten Auflage der Sindelfinger Vesperkirche bieten. Am 26. und 27. März öffnen deshalb die Organisatoren um die Projektkoordinatorin Ilke Büchler die Tore der Martinskirche. Es darf gegessen, gequatscht, und gelacht werden – alles Dinge, die sonst in der Kirche nicht ganz so parallel stattfinden.
„Es ist eine Veranstaltung für Gemeinsamkeit.“
Kay Kutzer, Projektteam Vesperkirche
Geboten werden – neben guten Gesprächen – Chili con oder sin Carne sowie Linsen mit Spätzle und auf Wunsch auch Saiten, verraten die Organisatoren schon jetzt die leckeren Gerichte für die beiden Tage. „Es ist eine Veranstaltung für Gemeinsamkeit“, sagt Kay Kutzer von der neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ebenfalls beteiligten Initiative „Helfen statt Hamstern“. „Mir ist das Projekt persönlich wichtig, ich halte es für kirchlich und gesellschaftlich zukunftsweisend“, ergänzt Pfarrer im Ruhestand und ehrenamtlicher Mitarbeiter Jens Junginger. Zusammen mit dem „Helfen statt Hamstern“-Vorsitzenden Max Reinhardt gehörte der langjährige Sindelfinger Pfarrer zu den Initiatoren der Vesperkirchen-Premiere im vergangenen Jahr. „Mit 50 Leuten pro Tag wären wir glücklich gewesen, aber wir hatten an beiden Tagen je 120 bis 150 Gäste“, blickt das Planungsteam hochzufrieden zurück. Und ging mit dementsprechend viel Rückenwind in die Vorbereitung der zweiten Auflage ihrer Veranstaltung. 40 bis 50 Helferinnen bei der Durchführung und weitere beim Auf- und Abbau unter anderem der beiden langen Tafeln im Kirchenschiff waren im vergangenen Jahr im Einsatz und sind ein Jahr später gerne wieder fast alle wieder mit dabei.
Nachhaltigkeit stand und steht mit der bewussten Entscheidung gegen Plastik, Einweggeschirr und Flaschen auch diesmal besonders im Blickpunkt und im gegenüber liegenden Spitalhof wird abgespült. Neben dem vom Caterer zugelieferten Essen gibt es jeweils zwischen 11.30 und 14.30 Uhr Wasser und Apfelsaft, Kaffee oder Tee und selbstgebackene Kuchen als Nachtisch. Spenden sind hierfür ebenso willkommen wie monetäre Unterstützung und Sponsoren für dieses ganz besondere Event in Anlehnung an biblische Traditionen. Zum gemeinsamen Essen kommen Austausch und Begegnung. „Wir wollen Leute zusammenbringen“, unterstreicht Kay Kutzer.
Alle sind willkommen ganz ohne Anmeldung und der Eintritt ist frei. Bereits bei der ersten Auflage waren auch viele Familien mit Kindern da. Deshalb sind auch diesmal extra Tische mit Bilderbüchern und Spielen aufgebaut und der Nachwuchs darf selbstverständlich die Martinskirche erkunden. „Es ist ein Angebot an alle“, bekräftigt das rührige Vesperkirchenteam.
Am allerglücklichsten wären sie, wenn nach der gelungenen Premiere mit viel positivem Feedback auch diesmal hinterher alle Töpfe leer sind. Die dritte Auflage ist bereits in Planung und alle miteinander wollen die Vesperkirche Sindelfingen zur regelmäßigen festen Einrichtung in der Vorosterzeit machen.