Sindelfinger Night Run Nicht nur die Sieger über sechs und zehn Kilometer trotzen der eisigen Kälte

Sieger unter sich (v. li.): Matthäus Jäckle und Crystal Goecker gewannen bei den Männern und Frauen über zehn Kilometer, Nathalie Schmidt und Jan Kristian Knapp taten dies auf der Sechs-Kilometer-Distanz. Foto: Holger Schmidt

Beim Stadtwerke Night Run mit Start und Ziel im Sindelfinger Glaspalast herrschten zwar Minusgrade, doch das störte die Teilnehmer wenig. Viele Lokalmatadoren mischten ganz vorne mit.

Über 900 Teilnehmer – und damit so viele wie noch nie – beendeten die unterschiedlichen Wettbewerbe bei der siebten Auflage des Stadtwerke Night Run mit Start und Ziel im Sindelfinger Glaspalast. Viele glückliche Gesichter gab es nicht nur bei den Läufern, sondern auch bei den Organisatoren. „Wir sind rundum zufrieden“, strahlte Veranstaltungsmacher Axel Stahl, fügte aber gleich mit Blick auf die kommenden Jahre hinzu: „Es gibt noch Potenzial.“

 

Das hatten bei zwar eisigen, aber sonst idealen äußeren Bedingungen auch die meisten Sportler, die mitmachten. Allen voran Matthäus Jäckle. Bei seiner Premiere gewann der 30-Jährige in 36:32 Minuten auf Anhieb die zehn Kilometer durch den vorweihnachtlich beleuchteten Wald zwischen den Stadtteilen Hinterweil und Eichholz. „Es war echt cool, bergauf liegt mir“, meinte der Mann aus Stuttgart-Feuerbach, der Lokalmatador Levent Özgür von den Triathleten des VfL Sindelfingen (37:40) ordentlich distanzierte, zum anspruchsvollen Kurs mit einigem Auf und Ab. Dritter wurde bei seinem Comeback nach längerer Pause Sören Becker (38:46). Kalt sei es gewesen, meinte der Maichinger, „aber für mich geht es aufwärts“. Vergleichsweise ruhig angehen ließen es die Frauen. Nach 47:03 Minuten durchquerte Crystal Goecker vom englischen Klub Harrogate Harriers vor Davina Rüd (48:16) aus Esslingen und Esther Johnen-Ashbahs (48:31) vom TV Oberhaugstett den Zielbogen.

Über sechs Kilometer gewinnen erneut die Vorjahressieger den Night Run

Um einiges eiliger hatte es über sechs Kilometer Lokalmatadorin Nathalie Schmidt. Die 15-jährige Vorjahressiegerin von den Leichtathleten des VfL Sindelfingen setzte sich auch diesmal vom Start weg an die Spitze. Einzig die bereits 2024 zweitplatzierte Jule Krauß von der SpVgg Holzgerlingen konnte lange folgen, bevor die Maichingerin ihre Konkurrentin mit einem entschlossenen Schlussspurt distanzierte. „Heute war alles perfekt“, erklärte die strahlende Gewinnerin. Bei 26:02 Minuten stoppte ihre Zeit, 29 Sekunden dahinter die der Zweitplatzierten (26:31). Mit großem Abstand folgte die erst erst 13-jährige Pauline Arnold (28:49) von Tria Echterdingen. Bei den Männern hieß der Erste – ebenfalls wie schon 2024 – Jan Kristian Knapp. In glatten 23:00 Minuten landete der Stuttgarter einen engen Erfolg vor Julian Mutterer von den Triathleten des TSV Calw (23:11) und Markus Holzer (24:23).

Flink unterwegs: Vor den Großen gab der Nachwuchs kräftig Gas. Foto: Holger Schmidt

Vor den Großen war schon der Nachwuchs auf verschiedenen kürzeren Distanzen unterwegs. Den Anfang machten noch in der Dämmerung 188 Bambinis mit und ohne Eltern über 500 Meter. Dann waren die 1200 Meter der U10- und U12-Schüler an der Reihe, die mit den ersten Plätzen von Carolina Michelle Murowski Torres (6:45) und Leo Dinkos (6:05) vor seinem Zwillingsbruder Ludwig Dinkos (6:10) fest in der Hand der Mädchen und Jungs der Speedy-Leichtathletikschule des VfL Sindelfingen war.

Über die 1900 Meter der männlichen und weiblichen U14 und U16 war mit Sergey Zhabitskiy (7:42) ebenfalls ein Sindelfinger einsame Spitze, gefolgt von seinem zwei Jahre jüngeren Vereinskameraden Erik Dinkos (8:21). Zudem setzte sich Emma Gomringer (8:50) vom SV Nufringen vor Hannah Brauer (9:09) vom VfL Sindelfingen durch.

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