Die Musik wurde dem Aidlinger Sänger Jakob Longfield buchstäblich in die Wiege gelegt. „Meine Mutter hat klassischen Gesang gelernt und viel Wert auf die musikalische Früherziehung von mir und meinen zwei Brüdern gelegt“, berichtet der heute 23-Jährige. Mit fünf Jahren habe er sich für das Instrument Schlagzeug entschieden, später folgte der Wechsel zur Gitarre.
Gesungen hat der Musiker schon immer gern. Erst in christlichen Pop-Chören, später für sich allein. In diesem Jahr soll nun sein erstes Album auf allen Streaming-Diensten erscheinen. Über den Titel ist sich Jakob Pfeiffer, wie Jakob Longfield mit bürgerlichem Namen heißt, noch nicht ganz im Klaren. Die Songs stehen dagegen bereits.
Das Album soll am 5. Augst erscheinen
Ein paar Kostproben wird Jakob Longfield in den kommenden Wochen als Singles veröffentlichen. Das endgültige Album ist dann ab dem 5. August zu hören. Worum es geht? Um sein persönliches Innenleben. Wie es ist, Anfang 20 zu sein und nicht so richtig zu wissen, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet. Die Liebe. Die Frage, ob man selbst genug ist. Aber auch die Pandemiezeit hat Jakob Longfield inspiriert. „Diese blöden Gefühle, wenn man nur zu Hause sitzen kann, obwohl es einen eigentlich nach draußen zieht.“
Trotz der zum Teil melancholischen Texte ist die Musik selbst allerdings recht fröhlich. Ein Gegensatz, der Jakob Longfield selbst großen Spaß macht. „Vielleicht versuche ich, diese Gegensätzlichkeit irgendwie im Titel des Albums zu formulieren.“
Verfasst sind die neuen Songs alle auf Englisch. Denn in dieser Sprache kam Jakob Longfield zum ersten Mal so richtig mit dem Thema Songwriting in Berührung, als er nach dem Abitur für ein halbes Jahr an einem christlichen Musik College in Australien studierte. Deutsche Texte schreibt er allerdings auch. „Aber da ist noch nicht genug zusammen,um ein Album zu füllen“, sagt er.
Gesungen werden die Songs vom Künstler selbst, hin und wieder spielt er auch Melodien auf der Akustik-Gitarre oder dem Klavier ein. Stilistisch ist das neue Album eine bunte Mischung aus Indie-Pop, Rock und Folk. Auf ein Genre möchte sich Jakob Longfield nicht festlegen. Dafür macht ihm das Songwriting zu viel Spaß.
Von der Produktion bis zum Marketing eine Marke Eigenbau
Für die Produktion hat sich Jakob Longfield vor einigen Jahren mit seinem Bekannten Elias Finkbeiner aus Singen zusammengetan, der ein eigenes Studio besitzt. „Über die Zusammenarbeit bin ich unheimlich froh“, sagt Jakob Longfield. „Ich habe sehr lange nach jemandem gesucht, mit dem das funktioniert.“ Unterstützt werden die beiden außerdem vom Gärtringer Benedikt Bader, der E-Gitarre spielt und Nathan Gabriel, der die Songs mastert und ihnen so den letzten Schliff verpasst. „Aktuell macht unser Team alles selbst, von der Produktion bis hin zum Marketing“, so Jakob Longfield. Ein ganz schöner Stress. Vor allem, wenn man auch so nebenbei noch Englisch und evangelische Theologie auf Lehramt studiert.
Die erste Single kam auf Spotify gut an
Komplettes Neuland ist die Veröffentlichung eigener Titel für den ambitionierten Musiker indes nicht. Schon 2020 hatte er einige erste Singles und eine EP veröffentlicht. Die Single „U make me feel good“ fand auf Spotify sogar ziemlich großen Anklang. Rund 50 000 Streams konnte Jakob Longfield erreichen, nachdem das berühmte deutsche Tik-Tok-Geschwisterpaar „Lisa und Lena“ den Song auf den sozialen Medien geteilt hatte. Nun hofft Jakob Longfield darauf, dass auch sein Album von vielen Menschen gehört wird. Damit irgendwann vielleicht ein Management auf das Projekt aufmerksam wird. „Es wäre schon eine große Entlastung, wenn wir jemanden finden würden, der das Marketing und Booking für uns übernimmt“, meint Jakob Longfield. Bis es so weit ist, setzt der Musiker mit seinem Team auf Live-Auftritte. Zum Beispiel bei der Veranstaltung „Wassermusik“ am Sindelfinger Klostersee, die am 8. Juli stattfinden soll.
Die Familie steht voll hinter dem Projekt
Wer von dem neuen Album aber schon mal auf jeden Fall begeistert sein wird, ist die Familie des Musikers. Allen voran natürlich seine Mutter, die den Stein in Richtung Musik überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. „Ich glaube sie und mein jüngerer Bruder sind die größten Fans“, grinst der Sänger. Ihr ist übrigens auch der Künstlername Longfield gewidmet. Denn der Mädchenname von Jakob Pfeiffers Mutter war ursprünglich Längenfeld. „Einen Künstlernamen zu finden, ist gar nicht so einfach“, gibt Jakob Pfeiffer zu. „Aber der Name fühlt sich nicht falsch an.“ Da darf man umso gespannter sein auf den Titel des Erstlingswerks.