Singpause Böblingen „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ auf dem Marktplatz

Das große Singen an der Böblinger Marktplatz-Treppe: Hunderte von Kindern geben in drei Gruppen hintereinander Weihnachtslieder zum Besten. Foto: Stefanie Schlecht

Zum Weihnachtssingen haben sich am frühen Donnerstagabend die Kinder des Böblinger Grundschulprojekts „Singpause“ auf dem Marktplatz versammelt.

„Rudolph, das kleine Rentier“ erklingt als erstes Lied. Die Böblinger Grundschulkinder bewegen dazu ihre Arme in der Luft, dirigiert von mehreren Lehrerinnen und Lehrer. An der Treppe unterhalb der Stadtkirche steht die riesige Schar und gibt „Jingle Bells“, „Dicke rote Kerzen“ oder „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ zum Besten – bejubelt von zahlreichen Eltern und Großeltern, die den Auftritt per Smartphone emsig aufnehmen.

 

Einmal mehr erfüllte das Weihnachtssingen der „Singpause“ am Donnerstag den Marktplatz mit Leben. Das Projekt läuft seit 2018 mit großem Erfolg. Dabei unterbrechen Lehrer der Böblinger Musikschule zweimal pro Woche den Unterricht an den Grundschulen, um mit den Kindern 20 Minuten zu singen. Die „Singpause“ startete einst an der Justinus-Kerner und der Eichendorff-Schule, bald wurde sie aber ausgeweitet. Denn die positiven Folgen waren schnell spürbar.

Wie die Verantwortlichen berichten, haben die Grundschüler nicht nur Spaß an der Sache, die Singpausen würden auch die Konzentrations- und Sprachfähigkeit sowie den Umgang untereinander verbessern. Inzwischen sind sieben Schulen mit rund 1700 Kindern beteiligt, um die sich Lehrkräfte der Musikschule kümmern.

Am späten Donnerstagnachmittag begannen die Kinder der Erich-Kästner-Schule, der Ludwig-Uhland-Schule und der Paul-Lechler-Schule das Weihnachtssingen auf dem Marktplatz, die vier anderen Grundschulen folgten nach – für alle Kinder reicht der Platz nicht gleichzeitig. Der Oberbürgermeister lobt die „Singpause“ mit Nachdruck: „Das Projekt bringt das Singen an die Kinder heran“, so Belz.

Das freut auch die Chorvereinigung Liederkranz, die mit der Musikschule kooperiert. Die Vorsitzenden Thomas Bauer und Karin Hartl übergaben am Donnerstag eine Spende über 4600 Euro, die der Liederkranz beim „Carmina burana“-Konzert im Oktober eingenommen hat. „Wir werden so gut von der Stadt unterstützt“, sagte Bauer am Rande des Weihnachtssingens, „da wollten wir gerne was zurückgeben.“ Das „Singpause“-Projekt passe perfekt zur Chorvereinigung Liederkranz. „Das unterstützen wir gerne.“

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