Situation in S-West Die Seyfferstraße soll für Schüler sicherer werden

Von Tilman Baur 

Die SPD im Bezirksbeirat Stuttgart-West will, dass Kinder und ältere Menschen besser über die Seyfferstraße kommen. Deshalb sollen dort drei Zebrastreifen ausgewiesen werden.

Auf Höhe der Kaffeerösterei Fröhlich  wünscht sich der Bezirksbeirat  einen Zebrastreifen Foto: Tilman Baur
Auf Höhe der Kaffeerösterei Fröhlich wünscht sich der Bezirksbeirat einen Zebrastreifen Foto: Tilman Baur

S-West -

Es ist eine typische Kreuzung im Stuttgarter Westen: Wo die Seyfferstraße auf die Gutenbergstraße trifft, ist bei allen Verkehrsteilnehmern höchste Aufmerksamkeit erforderlich. Die Kreuzung ist klein, die parkenden Autos machen sie noch schmaler. Der Stop-and-go-Verkehr vor der Kaffeerösterei Fröhlich verschärft die Situation.

Der Bezirksbeirat ist sich einig: Fußgängern ist der Weg vom Stadtteil Rote­bühl Richtung Vogelsang unter diesen Umständen nicht zumutbar. Das Gremium stimmte deshalb für einen Antrag der SPD, der gleich drei Zebrastreifen entlang der Seyfferstraße vorsieht. Sie sollen an den Übergängen über die Gutenbergstraße, die Ludwigstraße und die Bismarckstraße entstehen.

Geparkte Autos versperren die Sicht

Vor allem die Sicherheit der Schulkinder haben die Sozialdemokraten im Blick, denn viele Schüler nutzen die Seyfferstraße, um die Vogelsangschule oder das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium zu erreichen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich an der Ecke Seyfferstraße/Rotebühlstraße ein Eingang zur S-Bahn-Station Schwabstraße und eine Unterführung befinden, die die beiden Stadtteile miteinander verbinden. In der Begründung des Antrags geht die Fraktion auf die durch die zugeparkten Kreuzungen verursachte Unübersichtlichkeit ein. Sie erschwere das Überqueren und sei gerade für kleine Kinder sehr riskant. „Dies betrifft in erster Linie die Gutenbergstraße, die im Berufsverkehr häufig als Ausweichstrecke zur Rote­bühlstraße genutzt wird, in geringerem Maße aber auch die Ludwigstraße und Bismarckstraße“, heißt es in dem Antrag der SPD.

Weil Zebrastreifen preisgünstiger als Ampeln sind und daher größere Erfolgschancen auf Umsetzung haben, habe man sich für sie entschieden, erklärte Jennifer Staudenmeyer. Das Problem betrifft aber nicht nur Schüler, sondern auch Senioren. Eine ältere Bürgerin berichtete, dass sie auf Höhe der Gutenbergstraße kaum noch über die Straße komme – genau an einem der Punkte, an denen der Rat gerne einen Zebrastreifen hätte.

Seniorin klagt über rasende Autos

„Ich muss zur S-Bahn und komme nicht über die Straße“, sagte die Frau. Auch den Bus erreiche sie oft nicht. Die Bürgerin forderte eine Ampel. Die Frau beklagte sich außerdem über die Rotenwaldstraße, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr zur „Ausweich-Rennstrecke“ entwickelt habe. „Die Autos fahren da mit Karacho runter.“

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