Skateranlage an der Botnanger Beethovenstraße Ein Skater-Standort ohne Konfliktpotenzial

Skater können sich auf der neuen Anlage an der Beethovenstraße austoben. Foto:  
Skater können sich auf der neuen Anlage an der Beethovenstraße austoben. Foto:  

Die Skateranlage an der Beethovenstraße ist am Donnerstag offiziell eröffnet worden. Im Vergleich zu anderen Standpunkten ist die Gefahr, dass Anwohner sich über den Lärm beschweren könnten, gering.

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Botnang - In der Kommunalpolitik muss man hin und wieder dicke Bretter bohren“, sagte Wolfgang Stierle am Donnerstag bei der Eröffnung der Skateranlage an der Beethovenstraße. Der Botnanger Bezirksvorsteher sprach damit die lange Zeitspanne an, die die Umsetzung des Vorhabens in Anspruch genommen hatte. Ins Rollen gebracht worden war das Projekt 2006.

78 000 Euro fehlen zur endgültigen Bestückung

Noch sieht die hellgraue Fläche hinter den Tennishallen relativ trist aus. Zwar stehen dort einige Skaterelemente, und auch ein Basketballkorb ist aufgehängt worden. An einigen Stellen freilich gibt es unübersehbare dunkle Flächen. „Dort kommt noch etwas hin“, klärte Stierle die Gäste auf. Unter anderem sollen noch eine Halfpipe, zwei Rampen sowie Sitzgelegenheiten auf dem 1100 Quadratmeter großen Areal aufgestellt werden.

Voraussichtlich Ende 2013 sollen zunächst Geräte von der Skateranlage an der Forsthausstraße im Bezirk Stuttgart-West, die zurückgebaut wird, nach Botnang gebracht werden – allerdings nur als Interimslösung. Um die Anlage an der Beethovenstraße endgültig mit Elementen zu bestücken, fehlen noch 78 000 Euro. Laut Volker Schirner, dem Leiter des Garten- Friedhofs- und Forstamtes, wird das Geld für die Wunschliste des Doppelhaushalts 2014/2015 angemeldet. Außerdem prüfe sein Amt momentan, ob bei verzögerten anderen Bauvorhaben Geld frei wird, das man dann nach Botnang umleiten könnte.

Lärmbeschwerden wird es kaum geben

Bislang sind 124 000 Euro an der Beethovenstraße verbaut worden. Gut 11 000 Euro davon sind Spendengelder. Sie stammen von Botnanger Bürgern und Institutionen. Auch der Jugend- und der Bezirksbeirat haben das Vorhaben finanziell unterstützt.

„Der Standort ist eine besonders glückliche Lösung“, sagte Schirner. Bei ähnlichen Anlagen in anderen Bezirken gebe es immer wieder Probleme mit Anwohnern, die sich über Lärm beschweren. Dazu wird es in Botnang kaum kommen: Die Anlage ist nur von Bäumen, einem Parkplatz und von Tennishallen umgeben. Zudem liegt sie nur wenige Gehminuten von der Stadtbahnhaltestelle Beethovenstraße entfernt. Ursprünglich war geplant gewesen, den Skaterpark am Konradin-Kreuzer-Weg zu bauen. Anliegereinsprüche hatten dies verhindert. 2006 war dann die städtische Fläche an der Beethovenstraße ins Visier genommen worden. Im Oktober 2007 hatte der Bezirksbeirat einstimmig den Bau der Anlage beschlossen, der Jugendrat hatte die Planungen im Juni 2008 angenommen. Mit dem Bau begonnen worden war Ende April 2013, seit Mitte Juli wird an der Beethovenstraße bereits geskatet.

Wolfgang Stierle betonte, dass die Anlage nicht Profis vorbehalten sein solle, sondern allen Jugendlichen zur Verfügung stünde. Auch Kinder aus anderen Bezirken seien willkommen. Der Bezirksvorsteher selbst wollte sich am Donnerstag freilich nicht auf die Piste begeben. Als Kind war er kurz vor seiner Konfirmation unglücklich mit seinen neuen Rollschuhen gestürzt und muste einen Arm eingipsen lassen.




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