SMA-Chef zu Stuttgart 21 Was sagt die Bahn dazu?

Ich weiß es nicht. Es herrscht gegenwärtig angespanntes Warten. Die Frage ist, wer macht den ersten Schritt. Wenn ich Bahn-Vorstand Volker Kefer in der Schlichtung aber richtig interpretiert habe, dann sagt er, das ganze politische Umfeld habe sich geändert und man müsse mit dem Projektpartner Land einen Weg finden.

Die Bahn ist jedenfalls nicht glücklich, dass Sie und Heiner Geißler die Pläne für Stuttgart21 öffentlich torpedieren.

Das wird falsch dargestellt. Denn große Teile von Stuttgart21 würden bestehen bleiben bei der Kombilösung. Den Fildertunnel könnte man trotzdem auffahren.

Wie lange haben Sie am Stresstest gearbeitet und wie viel Zeit haben Sie für das Kombikonzept aufgewendet?

In den Stresstest für Stuttgart21 haben wir etwa 3000 Arbeitsstunden gesteckt, für die Kombilösung 25 bis 30 Stunden.

Bekommen Sie dafür Geld?

Die Frage stelle ich mir nicht. Ich habe mich vielleicht einfach von Heiner Geißler anstecken lassen - und der hat kein Geld.

Was sagen Sie, wenn Stuttgart21 doch weitergebaut wird?

Das würde ich nicht zum ersten Mal erleben. Nicht der Berater entscheidet.

Aber Sie würden den Verantwortlichen raten, noch mal in sich zu gehen und sich dann für die Kombivariante zu entscheiden?

Als Berater würde ich ihnen das empfehlen. Man sollte noch mal ganz ergebnisoffen an die Sache rangehen.

Wie lange würde das dauern?

Gegen Ende des Jahres müsste man die Erkenntnisse zusammenhaben.