Softball: Stuttgart Reds Mit zwei Nationalspielerinnen – auf verpassten Titel soll der Titel folgen

Spielertrainerin Hope Cornell und die Stuttgart Reds wollen wieder ordentlich „zuschlagen“ Foto: Iris Drobny

Die Bundesliga-Softballerinnen der Stuttgart Reds starten an diesem Sonntag in die Saison.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Es gibt eine Sache, die hat Hope Cornell nicht vergessen, die wabert noch in ihr: das verlorene Finale um die deutsche Meisterschaft im Vorjahr gegen die Bonn Capitals. Doch die Spielertrainerin der Stuttgart Reds schaut zuversichtlich nach vorne beziehungsweise auf den Bundesliga-Auftakt am Sonntag bei den Freising Grizzlies. „Dann ist die Sache abgehakt und wir nehmen einen neuen Anlauf auf die Meisterschaft“, sagt die 37-Jährige.

 

Aus der vergangenen Runde nimmt Cornell trotz des abschließenden Negativerlebnisses Positives mit. Nun kenne ihre Mannschaft das Gefühl einer Finalserie, sei um eine Erfahrung reicher und insgesamt routinierter. Darüber hinaus hat sie bereits im Winter beim Hallentraining versucht, die Spannung hoch zu halten, Stresssituationen zu simulieren – um dem Druck in einer erneuten Endspielserie standhalten zu können. „Entweder sind wir auf andere Sportarten ausgewichen oder ich habe verschiedene Dinge unter Zeitdruck durchführen lassen“, sagt Cornell.

Personell gab es bei den Softballerinnen des TV Cannstatt geringfügige Veränderungen – auch zwangsweise. Coco Apel ist nach London gezogen, Kirsten Schmidt in die Schweiz. Urgestein Jenny Weil befindet sich noch auf Südamerika-Trip, ihre genaue Rückkehr ist ungewiss. Neu im Team stehen zwei U-22-Nationalspielerinnen, die beide wegen ihres Studiums in Stuttgart gelandet sind. Die Allrounderin Anna-Lena Haule (Out-/Infield/Pitcherin) kommt vom Verbandsligisten Gammertingen Royals (eine Liga unter der Bundesliga) und hat ein Zweitspielrecht für die Reds. Und die Österreicherin Laura Hartmann (Catcherin, Infield) spielte zuletzt für den Zweitligisten Feldkirch Cardinals in ihrem Heimatland. Den Sprung von der Zweit- in die Erstvertretung der Reds haben Gina Meimann und Madita Wenzl vollzogen. Und was sagt sie Trainerin zum Kader? „Das passt, da können wir angreifen.“

Das erste Ziel ist der süddeutsche Meistertitel, sprich nach den 20 Vorrundenspielen Platz eins der Süd-Gruppe zu ergattern. Das dürfte erneut kein Problem darstellen, auch wenn aufgrund der neuen Ligen-Einteilung in den Neunkirchen Nightmares ein Ex-Nord-Club nun Gegner der Stuttgarterinnen sein wird. Weiter geht es dann mit den Play-offs. Im Fall eines Gruppensiegs würden die Cornell-Truppe auf den Vierten der anderen Gruppe treffen.

Stoßen die Reds dann tatsächlich wieder ins DM-Finale vor, werden sie auf keinen Fall erneut auf die Bonn Capitals treffen. Der amtierende Meister hat seine Mannschaft aus finanziellen Gründen aus der Eliteliga zurückgezogen. Unter anderem sah die neue Liga-Einteilung einen Wechsel des Meisters von der Nord- in die Südstaffel vor – weitere Anreisen und damit verbundene höhere Kosten waren mit ein Grund für dessen Ausstieg.

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