Beim Camping flexibel bleiben und trotzdem mit Ökostrom versorgt sein? Das ist ganz einfach möglich mit Stromgewinnung durch eine Solartasche. Was genau eine Solartasche ist und wo die Vorteile gegenüber einer festen Solaranlage für's Wohnmobil sind, gibt es hier im Überblick.

Stuttgart - Einfach in die Sonne stellen und Geräte laden. So einfach kann Solarstrom sein. Ohne Installationsaufwand liefern tragbare Solartaschen eigens produzierten Ökostrom in Wohnmobil, Garten oder sogar beim Sonnenbaden am Strand.

Was ist eine Solartasche und wie funktioniert sie?

Solartaschen sind leichte, flexible Solarmodule, die zu einer praktischen “Handtasche” gefaltet und einfach transportiert werden können. Bei entsprechender Qualität liefern sie beachtliche Mengen an Energie, wo auch immer man sie braucht.

Solartaschen können die Starter- oder Bordbatterie des Wohnmobils laden. Modelle mit integrierten USB-Anschlüssen versorgen Kleingeräte wie Smartphone, Kamera Akkus, Action Cam oder mobile Musikboxen auch direkt - unmittelbarer kann Ökostromnutzung nicht sein.

Der Anschluss an die Batterie von Camper oder Wohnmobil ist denkbar einfach. Ein Laderegler verhindert das Überladen der Batterie und sorgt für optimale Nutzung des auftreffenden Sonnenlichts. Dieser kann entweder direkt an den Akku angeschlossen oder sogar per Zigarettenanzünder eingesteckt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Solartasche und fest installierter Solaranlage?

Eine fest auf dem Dach des Wohnmobils installierte Solaranlage und der Einsatz einer Solartasche, schließen sich nicht gegenseitig aus - im Gegenteil. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und ergänzen sich hervorragend.

Während fix verbaute Solarmodule auch während der Fahrt Energie erzeugen, sind Solartaschen auf den Betrieb während Standzeiten ausgelegt. Hierbei kann man den Camper angenehm im Schatten parken, die Solartasche dagegen zur Stromproduktion in die Sonne stellen. Die Flexibilität lässt außerdem eine zu jeder Zeit optimale Ausrichtung für maximale Leistung zu.

Für viele Camper genügt das Laden der Bordbatterie auf diese Art und Weise. Sie müssen sich so um Kauf oder Installation einer festen Solaranlage am Wohnmobil keine Gedanken machen. Auch bei gemieteten Campern oder Wohnwagen ist die Mitnahme einer Solartasche eine gute Idee, da sie meist nicht mit einer entsprechenden Anlage ausgestattet sind.

Befindet man sich nicht in der Nähe des Fahrzeugs, kann die Solartasche zum Diebstahlschutz hinter der Windschutzscheibe betrieben werden. Dabei bewahrt sie gleichzeitig das Cockpit vor direkter Sonneneinstrahlung und großer Hitze. Entsprechend zusammengestellte Sets beinhalten zum benötigten Laderegler auch die passende Saugnapfbefestigung für diese Anwendung.

Worauf sollte man achten, wenn man eine Solartasche kauft?

Solartaschen werden meist mit Leistungen bis 120 Watt Peak angeboten. Wer gerne mehr Strom produzieren und seine Akkus schneller laden möchte, für den sind auch Module mit einer satten Leistung von 160 Watt Peak oder 180 Watt Peak erhältlich. Eine ausgewählte Zellqualität und technische Optimierung sorgen dafür, dass die stromproduzierende Fläche und damit auch die Größe der Tasche, klein gehalten werden kann.

Besonderes Augenmerk gilt auch dem sogenannten Temperaturkoeffizienten. Die Faustregel lautet: Je wärmer ein Solarmodul wird, desto weniger Strom fließt - die größte Leistung erhält man also bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte. Genießt man die Sonne am liebsten im warmen Süden, sorgt ein optimierter Temperaturkoeffizient also für weniger Leistungsverlust und stellt sicher, dass Akkus und Geräte auch bei Hitze ordentlich geladen werden.

Auch das nutzbare Licht spielt eine Rolle beim Vergleich. Hier ist wichtig, ob und wie gut Strom bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie während der Dämmerung, erzeugt werden kann.

Das Gleiche gilt auch für den Kauf von Solarmodulen zur fixen Dachmontage. Weil diese nicht einfach in die Sonne getragen werden können, ist hier zusätzlich auf geschickte Anordnung mehrerer Trenndioden zu achten. Sie ermöglichen es dem Solarmodul, auch bei teilweiser Abschattung noch Strom zu produzieren. Für die beste Ausfallsicherheit sorgen eine vollflächige Kupferkontaktschicht auf der Rückseite und eine nicht zu groß gewählte Modulfläche, aufgrund geringerer Vibrationsanfälligkeit. tigerexped bietet in all diesen Punkten optimierte Solarmodule sowohl als faltbare Taschen, wie auch als starre und semiflexible Module an.

Flexibel mit Solartasche

Sowohl als “Autarkie-Booster” in Verbindung mit einer festen Solaranlage, wie auch zum alleinigen Einsatz: Eine Solartasche für das Campen erhöht das Maß an Unabhängigkeit. Modelle mit USB-Anschlüssen verleihen noch mehr Flexibilität und benötigen zur direkten Versorgung von Kleingeräten ausschließlich deren Ladekabel. Ob im Park, am Strand, im Garten oder unterwegs mit dem Camper - der Ökostrom aus der Handtasche ist immer dabei.