Balkonkraftwerke stehen bei den Bürgern auch in Böblingen hoch im Kurs. Nun können wieder frisch Anträge gestellt werden. Die Förderung gibt es erstmals auch für Vereine.

Im vergangenen November hat der Gemeinderat Böblingen die Fortführung des Förderprogramms Balkonkraftwerke bis zum 31. Dezember 2026 beschlossen. Nach Inkrafttreten des städtischen Haushalts können Interessierte ab sofort entsprechende Anträge stellen.

 

Seit dem Start des Förderprogramms im März 2024 hat sich die Zahl der Balkonkraftwerke im Stadtgebiet mehr als verdreifacht. Derzeit seien rund 980 Anlagen in Böblingen und Dagersheim erfasst, teilt die Stadtverwaltung mit. Mit den bisher installierten Balkonkraftwerken könnten rechnerisch rund 80 Haushalte vollständig mit Strom versorgt werden. Haushalte mit Balkonkraftwerk sparen zudem circa 200 Euro Stromkosten pro Jahr.

Gefördert werden unter anderem die Kosten für die Erstanschaffung einer steckerfertigen PV-Anlage. Von städtischer Seite gibt es bis zu 150 Euro pro Haushalt – maximal 50 Prozent der tatsächlichen Kosten. Bis zu 550 Euro (maximal 90 Prozent der Kosten) sind möglich für Inhaber des Böblinger Bonuspasses und Studierende mit gültigem BAföG-Bescheid.

Anträge können Eigentümer sowie Mieter von Wohngebäuden und Wohnungen in Böblingen und Dagersheim stellen. Das gilt neuerdings auch für eingetragene Vereine ohne wirtschaftliche Tätigkeit mit Sitz im Stadtgebiet. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich digital über die städtische Internetseite www.boeblingen.de/foerderung--beratung 

Das Förderprogramm Balkonkraftwerke ist der erste Baustein der „Klimaförderung BB“. Es soll Bürgern und Vereinen ermöglichen, aktiv an der Energiewende mitzuwirken und erneuerbare Energie direkt vor Ort zu erzeugen. Die Nachfrage steigt laut der Stadtverwaltung derzeit in dem Maße, wie die Auswirkungen von geopolitischen Spannungen auch in Form von steigenden Energiekosten spürbar werden.