Solidaritätsmarsch für Charlie Hebdo Front National darf nicht mitlaufen

Von SIR/dpa 

In Frankreich ist ein Streit um den Ausschluss der rechtsextremen Front National vom Solidaritätsmarsch für die Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo entbrannt.

Die Front National (Foto: FN-Chefin Marine Le Pen) wurde von einem Solidaritätsmarsch für die Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo ausgeschlossen. Foto: dpa
Die Front National (Foto: FN-Chefin Marine Le Pen) wurde von einem Solidaritätsmarsch für die Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo ausgeschlossen.

Paris - Nach dem Mordanschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ spaltet der Ausschluss der rechtsextremen Front National (FN) von einem Solidaritätsmarsch am Sonntag das politische Frankreich.

FN-Chefin Marine Le Pen und die konservative UMP Nicolas Sarkozys hatten sich dagegen gewandt, dass die FN von den Organisatoren des Marsches nicht dazu eingeladen worden ist.

Staatspräsident François Hollande wollte Le Pen am Freitag im Zuge seiner Konsultationen nach dem Anschlag vom Mittwoch mit zwölf Toten im Élysée-Palast empfangen. Zu dem Marsch am Sonntagnachmittag haben Parteien, Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen aufgerufen. Ob Hollande teilnimmt, ist offen.