Sommer in Stuttgart An diesen Plätzen in Stuttgart kommt Urlaubsstimmung auf

Aussichtsreicher Ausflugsort: das Teehaus Foto: Julian Rettig 14 Bilder
Aussichtsreicher Ausflugsort: das Teehaus Foto: Julian Rettig

Manch einer verbringt die Pfingstferien daheim. Langeweile muss deswegen aber keineswegs aufkommen. Wir stellen Orte in Stuttgart vor, an denen garantiert Urlaubsgefühle aufkommen.

Stuttgart - Sommer, Sonne, Sonnenschein. Während manch einer in den Pfingstferien wegfährt und es genießt, dem Kessel einmal zu entfliehen, bleiben andere lieber zu Hause. Und das muss keineswegs langweilig sein. Wir haben Leute in Stuttgart gefragt, wie und vor allem wo bei ihnen Urlaubsgefühle aufkommen.

Eiszeit am Eugensplatz

Joanna Malecka und Agata Sas haben im Schatten der Bäume Zuflucht vor der Hitze gesucht. Sie genießen in ihrer Mittagspause vom Eugensplatz aus die Aussicht über den Kessel und schwärmen vom hiesigen Sommer. „Es gibt viele Orte, an denen man die heiße Zeit ausnutzen kann“, sagen die Stuttgarterinnen. In den Weinbergen beispielsweise oder beim Skybeach, auf dem man toll sitzen und gemütlich Cocktails schlürfen könne. Auch die vielen grünen Ecken heben sie hervor. „Hier fehlt nix!“, sind sich die beiden einig. So auch auf dem Eugensplatz, wo man sich bei der Eisdiele gegenüber eine Erfrischung genehmigen kann. Nicht nur in der Mittagspause: „Wir sind auch am Wochenende oft hier.“

Auspowern im Höhenpark Killesberg

Zügig unterwegs sind Markus Rainer und Andreas Fuetsch an diesem Vormittag. Die beiden Musiker aus Innsbruck sind für ein Konzert in der Landeshauptstadt und wollen sich vorher im Höhenpark auf dem Killesberg beim Joggen noch ein bisschen auspowern. Eine Kunstausstellung haben sie auch noch im Visier: „Wenn wir nicht am Joggen sind, sind wir in Ausstellungen“, erzählt Rainer. Beide besuchen Stuttgart regelmäßig und probieren für ihre Routen immer neue Orte aus. „Im Höhenpark war ich vorher noch nie, er gefällt mir aber gut“, findet Rainer: „Eine schöne Stadt habt ihr hier.“

Mit dem Rad zum Bärenschlössle

Paul Daleiden hockt auf einem gefällten Baum gegenüber dem Bärenschlössle und erholt sich. Sein Fahrrad lehnt neben ihm am Baumstamm. Er fährt jeden Tag von Botnang zu den Seen. „Außer wenn zu viele Leute unterwegs sind“, sagt der Stuttgarter. Toll findet er, dass man viele Tiere zu Gesicht bekommt, die man woanders eher selten sieht. „Schildkröten bin ich schon einmal begegnet, Reihern und ein paar Enten“, erzählt er. Auch Schlangen habe er schon gesehen. Noch eine Weile ruht er sich aus, dann schwingt er sich wieder aufs Rad. Eva-Maria Eßlinger hat es sich mit einer Freundin auf der Picknickdecke gemütlich gemacht. Vor dem Biergarten auf der Karlshöhe bietet eine Wiese den perfekten Ort für ein Picknick. Die gebürtige Karlsruherin ist vor einigen Jahren nach Stuttgart gezogen und genießt die „Oase“ in der Natur, wie sie den Ort bezeichnet. „Ich finde es toll, dass man innerhalb von kürzester Zeit dem Kessel entfliehen kann. Die Luft hier ist viel besser.“ Die junge Frau kommt oft hier hoch – um zu lesen, mit Freunden zu grillen oder einfach um dem Großstadttrubel aus dem Weg zu gehen. „Mit Wasser wäre es hier noch besser, aber dafür muss man dann weiter aus Stuttgart raus.“

Affen malen in der Wilhelma

Die Pelikane schlafen noch. Also schlendert Walter Schüler mit seiner Gruppe von der Kunstschule Filderstadt weiter zu den Affen-Gehegen. Die Gruppe trägt Hocker und Blöcke. „Wir sind hier, um mal etwas anderes zu zeichnen“, erklärt der Künstler. Weil die Tiere sich viel bewegen, müsse man spontan sein und sich ganz auf das einlassen, was das Tier macht. „Manchmal wollen sie eben nicht so wie wir. Da lassen sie nicht mit sich reden, wir haben’s versucht“, sagt Schüler lachend. Das sei eine besondere Herausforderung. Deshalb plant er jeden Sommer eine Exkursion in die Wilhelma. Dann sitzen die Teilnehmer zwischen kreischenden Kindergartenkindern und Familien auf ihren Hockern und lassen sich nicht stören.

Mit Gelato auf dem Marienplatz

Auf dem Marienplatz sitzt Heiner Nedder im Schatten und löffelt genüsslich sein Eis. „Die Eisdiele hier ist eine der besten in der ganzen Stadt“, sagt er. Nedder ist öfter hier, vor allem in letzter Zeit: „Ich bin seit einem Jahr Rentner und habe jetzt endlich Zeit, solche Dinge mal so richtig zu genießen.“

Den Ausblick genießen am Teehaus

Claudia Eisele hat den Aufstieg geschafft. Bei bestem Wetter kommt sie auf der Aussichtsplattform hinter dem Teehaus an und blickt über die Stadt. „Ich war in den letzten Wochen schon viel an solchen Orten unterwegs“, erzählt sie und fügt lachend hinzu: „Da war aber nicht immer so gutes Wetter wie heute.“ Die „richtige Stuttgarterin“, die in der Landeshauptstadt aufgewachsen ist, war nun schon lange nicht mehr hier. Der Ausblick hat sie angelockt. Claudia Eisele genießt das tolle Wetter in Stuttgart. „Sonst würde ich an die französische Atlantikküste fahren. Jetzt Meer, das wäre toll.“ Das ist wohl das Einzige, was in Stuttgart fehlt.




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