Sommer in Stuttgart Freibadsaison 2024 – so fällt sie bisher aus
Lange ließen die Besucherzahlen zu wünschen übrig. Jetzt aber hellt sich die Freibadbilanz der Stuttgarter Bäder auf. Ein Bad sticht dabei besonders heraus.
Lange ließen die Besucherzahlen zu wünschen übrig. Jetzt aber hellt sich die Freibadbilanz der Stuttgarter Bäder auf. Ein Bad sticht dabei besonders heraus.
Der Sommer gibt vielen Stuttgartern gerade einen Schubs und lässt sie ins Wasser springen – zur Freude der Stuttgarter Bäder, die bisher auf eine wenig erfreuliche Freibadsaison geblickt haben. „Nachdem wir aufgrund des durchwachsenen Wetters und vieler Konkurrenzveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft zeitweise rund 40 Prozent unter den Werten aus dem Vorjahr lagen, nähern sich die Besucherzahlen nun erfreulicherweise den Werten aus 2023 an“, sagte der Sprecher der Stuttgarter Bäder, Jens Böhm, auf Anfrage. Im vorigen Jahr wurden in den fünf Stuttgarter Freibädern – Inselbad Untertürkheim, Höhenfreibad Killesberg, Freibad Möhringen, Freibad Sillenbuch und Freibad Rosental/Vaihingen – am Ende der Saison insgesamt 630 832 Besucherinnen und Besucher gezählt.
Gemessen an 2022 war das allerdings ein deutlicher Rückgang von 207 427 Badegästen, bedingt unter anderem durch die Schließung des Möhringer Freibads, das saniert werden musste und in der Saison 2023 nicht zur Verfügung stand. Zudem waren im Inselbad Untertürkheim wegen Personalmangel die Öffnungszeiten reduziert.
Die aktuelle Badesaison ist davon unbelastet. Trotzdem kam sie lange nicht in Fahrt. Spitzenreiter ist aktuell wie bereits im Vorjahr das Freibad Rosental mit bisher 127 000 Badegästen; im vergangenen Jahr waren es dort am Ende knapp 266 000. Laut den Stuttgarter Bädern verzeichnete das Freibad Rosental auch den bisherigen Besucherhöchstwert pro Tag: Am 9. Juli kühlten sich dort 7700 Badegäste ab.
Positiv hebt Bäder-Sprecher Böhm hervor, „dass bisher alle fünf Freibäder ohne Ausfälle geöffnet werden konnten und dafür auch ausreichend Personal zur Verfügung steht“. Er versieht das mit dem Hinweis, dass die Öffnungszeiten der Stuttgarter Freibäder im Schnitt um etwa 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen würden. Die fortlaufenden Bemühungen um Aufsichtspersonal machen sich demnach positiv bemerkbar. Die Anforderungen sind inzwischen weniger hoch. „Heute reicht ein aktueller Erste-Hilfe-Nachweis, das Mindestalter von 18 Jahren und die erfolgreiche Bewältigung einer kombinierten Rettungsübung für eine Beschäftigung“, erklärt Böhm. Interessenten könnten diese Übung direkt bei den Bädern absolvieren.
Erfreuliches weiß Böhm auch beim Thema Sicherheit zu berichten. In den Freibädern gehe es „weitestgehend friedlich“ zu. Bisher habe es in dieser Freibadsaison „keine schweren Vorfälle“ gegeben: „Wir hoffen, dass dies bis zum Saisonschluss so bleibt.“ Erwartungsfroh ist Böhm auch bei den Besucherzahlen: „Wir hoffen, dass wir noch zulegen können.“
Die CDU-Gemeinderatsfraktion bringt vorsorglich eine Verlängerung der Freibadsaison ins Spiel – speziell mit Rücksicht auf die Dauerkarteninhaber. Sie hätten aufgrund des wechselhaften Wetters „weitaus weniger Besuchsmöglichkeiten bisher gehabt als im Schnitt der letzten Jahre“, erklärt die CDU. Aus ihrer Sicht ist nicht plausibel, dass die städtischen Freibäder bereits am 9. September schließen – knapp zwei Wochen vor dem Ende des kalendarischen Sommers am 21. September. In ihrem Antrag fordert die CDU, die Bäderbetriebe sollten prüfen, ob und wenn ja welche Freibäder „unter der Voraussetzung stabiler sommerlicher Wetterverhältnisse länger geöffnet bleiben können“. Dies dürfe allerdings nicht zu Lasten der Hallenbäder gehen.
Die Stuttgarter Bäder sind dem nicht abgeneigt, wollen sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings auch nicht festlegen. Bäder-Sprecher Böhm sagte dazu: „Personell sind wir in den Freibädern aktuell gut aufgestellt. Grundsätzlich würden wir für unsere Badegäste die Freibadsaison auch gerne verlängern.“ Dies könne man jedoch erst kurzfristig unter Berücksichtigung des Wetters entscheiden. „Eine Verlängerung der Freibadsaison könnte – je nach Umfang der Verlängerung – Auswirkungen auf Hallenbadöffnungen haben. Dies müssen wir prüfen.“ Im vergangenen Jahr endete die Freibadsaison am 10. September. Eine Ausnahme bildete das Freibad Rosental, das bis zum 12. September geöffnet hatte.
Wie immer der CDU-Antrag beschieden wird, eine Freibad-Alternative stellen ganzjährig die Außenbecken der drei Stuttgarter Mineralbäder dar: Erlebnisbad Leuze, Mineralbad Berg und Solebad Cannstatt – zu höheren Preisen zwar, dafür mit Mineralwasser.
Stellenausschreibung
Nähere Infos zur Stellenbeschreibung von Aufsichtskräften bei den Stuttgarter Bädern finden sich unter: https://stuttgart.bewerbung.dvvbw.de/20118-aufsichtskraft-rettungsschwimmer-in-saison-2024-m-w-d/de/job.html