Filderstadt - Mit dem Kultursommer vom 1. bis 21. Juli geht die Filharmonie Bernhausen neue Wege. Nach dem langen Lockdown will Alexander Frey, der das künstlerische Programm verantwortet, so zumindest „einen Teil der geplanten Kultursaison retten“. Los geht es am Donnerstag, 1. Juli, 11 Uhr, mit dem Stuttgarter Kammerduo, das unter der Überschrift „Pas de Deux“ einen breiten Bogen mit klassischer Musik verschiedener Epochen spannt. Auf dem Parkplatz der Filharmonie in Bernhausen neben dem Außenfoyer soll „Freilichtspielatmosphäre“ entstehen, wünscht sich Frey.
„Die Zeit des Lockdowns hat gerade die Kunstschaffenden in existenzielle Nöte gestürzt“, blickt Frey auf die vergangenen Monate zurück. Und auch die Organisation seines Programms geriet wegen der unberechenbaren Lage zum Balanceakt. Immer wieder musste der künstlerische Leiter Termine verschieben oder absagen. Bis zuletzt habe man versucht, die Veranstaltungen zu halten. „Aber dann war wegen steigender Inzidenzen nichts mehr möglich.“ Trotz eines umfassenden Abstands- und Hygienekonzepts habe man den Künstlerinnen und Künstlern schweren Herzens absagen müssen.
144 Plätze im Haus
Deshalb hat Frey das Konzept mit dem kleinen Sommerfestival entwickelt. Auf dem Parkplatz P 3 wird es nicht nur Kulturveranstaltungen auf einer Bühne geben. „Mit einer Gastro-Terrasse wollen wir Begegnung und Austausch ermöglichen“, sagt der Programmchef des Kultur- und Kongresszentrums. Wichtig ist Frey, dass alle Beteiligten Planungssicherheit haben – das Publikum ebenso wie die Zuschauer. „Bei schlechtem Wetter weichen wir ins Haus aus.“ Da habe man nach der derzeitigen Coronaverordnung 144 Plätze zur Verfügung.
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Bei den Künstlerinnen und Künstlern sei er auf begeisterte Resonanz gestoßen, sagt Alexander Frey. Mit der klassischen Band Spark, die am 16. Juli ab 20 Uhr in der Filharmonie gastiert, hat der Veranstalter sogar einen Gewinner des Echo-Musikpreises im Repertoire. Mit dem Tiefseeabenteuer „20 000 Meilen unter dem Meer“, frei nach Jules Verne und William Shakespeare, gastiert das NN Theater aus Köln. Am Montag, 19. Juli, ist die alpine Experimentalmusikgruppe Federspiel auf dem Festivalgelände zu Gast. Den musikalisch-kabarettistischen Schlusspunkt setzt Annette Postel am 21. Juli mit „Alles Tango oder was?“
Planungssicherheit im Sommer
Dass das neue Format der Filharmonie zumindest im Sommer Planungssicherheit bietet, freut den Kulturmanager. Nach so langer Zeit wieder Liveerlebnisse für das Publikum möglich zu machen, das findet Frey wichtig. Welche Zugangsvoraussetzungen es an den jeweiligen Festivaltagen gibt, hänge von der Inzidenz ab. Da will die Filharmonie auf ihrer Homepage informieren. Vor dem Vorstellungsbesuch sollten sich die Besucherinnen und Besucher da über die jeweiligen Bedingungen informieren.
Das Programm ist auf der Homepage der Filharmonie in Bernhausen zu finden. Da ist auch Kartenbestellung möglich: www.filharmonie-filderstadt.de