Dank der Unterstützung aus dem Sondervermögen des Bundes kann das ehemalige Gebäude der Stadtwerke Schorndorf im kommenden Jahr für die Ordnungshüter umgebaut werden.
Sage noch einer, der Rems-Murr-Kreis bekomme vom Sondervermögen des Bundes zur Unterstützung der Städte und Gemeinden der Republik nicht so richtig was ab: Die schwer beeindruckende Summe von 19 Millionen Euro geht nun an Schorndorf (Rems-Murr-Kreis). Genauer: An eine immens wichtige Einrichtung dort, nämlich die Polizei.
Das bisherige Quartier der Ordnungshüter in der Grabenstraße nördlich der Bahngleise ist bei weitem nicht mehr auf Höhe der Zeit. Ihr neues Domizil wird demnächst jenes Gebäude sein, in dem bisher die Stadtwerke Schorndorf zuhause waren. Diese haben im Mai 2021 einen Neubau einige Hundert Meter weiter östlich an der Robert-Bosch-Straße bezogen. Das seitdem leer stehende Gebäude in der Augustenstraße, unweit der Volkshochschule, muss nun polizeitauglich aufgerüstet werden.
Gezielte Investition in die Infrastruktur
Die erfreuliche Nachricht ist Folge einer Verständigung im Finanzausschuss des baden-württembergischen Landtags. Auf Vorschlag der grün-schwarzen Regierungsfraktionen hat sich der Ausschuss darauf verständigt, wie der Landesanteil am Sondervermögen des Bundes im Nachtragshaushalt 2025/2026 in Höhe von 4,4 Milliarden Euro konkret verwendet werden soll.
Das Land erhält aus dem Sondervermögen des Bundes insgesamt rund 13,14 Milliarden Euro und wird diese Mittel gezielt für Investitionen in die Infrastruktur verwenden. Für 1,9 Milliarden Euro haben die Regierungsfraktionen jetzt konkret einzelne Bauprojekte festgelegt.
Neben Investitionen in die Universitätskliniken werden davon auch 850 Millionen Euro in die Sanierung und den Neubau von Landesliegenschaften fließen. „Erfreulicherweise wird von diesen Fördermitteln auch das Polizeirevier in Schorndorf profitieren“, gaben die Landtagsabgeordneten Petra Häffner (Grüne) und Christian Gehring (CDU) bekannt, die dank ihres gute Drahtes zur Regierung die Neuigkeit frühzeitig in Erfahrung gebracht haben.
Neuunterbringung des Reviers ist überfällig
Gehring und Häffner: „Die Neuunterbringung des Polizeireviers ist überfällig und wir sind froh, dass dieses Projekt nun zeitnah an den Start und in die Umsetzung gehen wird. Das ist ein starkes Zeichen für die Polizistinnen und Polizisten, die in Schorndorf jeden Tag zu unserer Sicherheit ihren Dienst verrichten.“
Nach Angaben der beiden Abgeordneten wird die Neuunterbringung des Polizeireviers in der Augustenstraße mit 19 Millionen Euro gefördert und soll im Jahr 2026 in Angriff genommen werden.