Sondierung zu Stuttgart 21 Gespräche gehen in neue Runde

Von SIR/dpa 

Ein neuer Versuch, sich über die Mehrkosten beim Bahnprojekt Stuttgart 21 zu einigen, ist am Dienstag in Stuttgart gestartet. Unterdessen zünden Unbekannte Rohre des Grundwassermanagements für das Milliardenprojekt der Bahn an.

Wer trägt die Mehrkosten für Stuttgart 21? Foto: dpa
Wer trägt die Mehrkosten für Stuttgart 21? Foto: dpa

Ein neuer Versuch, sich über die Mehrkosten beim Bahnprojekt Stuttgart 21 zu einigen, ist am Dienstag in Stuttgart gestartet. Unterdessen zünden Unbekannte Rohre des Grundwassermanagements für das Milliardenprojekt der Bahn an.

Stuttgart - Bahn und Land sind am Dienstag zu ihrer ersten Sondierung wegen des Bauvorhabens Stuttgart 21 zusammengekommen. Auf Arbeitsebene - also ohne Spitzenvertreter - starteten sie einen neuen Versuch, die brisante Frage der Mehrkosten des Milliardenprojektes vor der nächsten Lenkungskreissitzung am 9. Mai zu erörtern. Laut dem Konzern soll es dabei aber noch nicht über konkrete Summen und deren Verteilung auf die Projektpartner gehen. Die Bahn, die die Gespräche initiiert hat, betont, Verfahrensfragen stünden im Vordergrund.

In der Nacht zum Dienstag verübten Unbekannte Anschläge auf das Grundwassermanagement für Stuttgart 21. Nach weiteren Angaben von Bahn und Polizei wurden Rohre des 17 Kilometer langen Systems sowie Verteilerkästen und ein Baufahrzeug beschädigt. S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich sagte: „Brandanschläge auf technische Anlagen sind wahrlich kein Kavaliersdelikt, sondern ein Straftatbestand.“

Basis der Sondierung ist die Sprechklausel aus dem S-21-Finanzierungsvertrag der Projektpartner aus dem Jahr 2009. Diese besagt, dass die Finanziers des Projektes miteinander sprechen sollen, wenn der Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro gesprengt wird. Der Finanzrahmen für die Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart liegt derzeit bei 6,5 Milliarden Euro.

Unterdessen wurde bekannt, dass die beiden Bürgerbegehren gegen das Milliardenprojekt Stuttgart 21 nur zäh verlaufen. Seit vergangenem Oktober seien jeweils gut 15 000 von erforderlichen 20.000 Unterschriften gesammelt worden.

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