Songwriter-Legende Neil Young verkauft Teil seiner Songrechte

Neil Young hat wohl keine Geldsorgen mehr. Foto: dpa/Nils Meilvang
Neil Young hat wohl keine Geldsorgen mehr. Foto: dpa/Nils Meilvang

Nach Bob Dylan macht auch dessen kanadischer Kollege Neil Young Songrechte zu Geld. Anders als Dylan verkauft Young aber nicht komplett.

London - Nach Bob Dylan hat Medienberichten zufolge auch der kanadische Singer-Songwriter Neil Young einen Teil seiner Songrechte verkauft. Der Deal mit dem britischen Investmentfonds Hipgnosis Songs umfasse 50 Prozent der Rechte an 1180 Songs, die der 75-jährige Young im Laufe seiner Karriere komponiert habe, meldeten am Mittwoch etwa die britische Nachrichtenagentur PA und die BBC. „Heart of gold“, „Rockin’ in the free world“ und „Cinnamon girl“ gehören zu Youngs bekanntesten Songs. Details des Deals wurden nicht bekannt.

Der Fonds wurde von Merck Mercuriadis aufgebaut, einem ehemaligen Manager von Elton John und den Pet Shop Boys. „Ich kaufte mein erstes Neil-Young-Album im Alter von sieben Jahren. ‚Harvest’ war mein Begleiter und ich kenne jede Note, jedes Wort, jede Pause und Stille ganz genau. Neil Young, oder zumindest seine Musik, ist seither mein Freund und meine Konstante“, zitierte PA aus einem Statement von Mercuriadis. Hipgnosis hatte erst kürzlich den Kauf von Verlagsrechten des früheren Fleetwood-Mac-Gitarristen Lindsey Buckingham gemeldet.

Wertvolles Gut

Erst vor wenigen Wochen hatte der US-Singer-Songwriter Bob Dylan die Verlagsrechte an allen seinen Songs an den weltgrößten Musikkonzern Universal Music verkauft - und damit schätzungsweise mehrere Hundert Millionen Dollar eingenommen. Das Paket umfasste mehr als 600 Titel wie „Blowin’ in the wind“, „Knockin’ on heaven’s door“ oder „The times they are a-changin’“.

Die Verlagsrechte haben sich in der Musikbranche insbesondere mit dem Erfolg der Streamingdienste zu einem äußerst wertvollen Gut entwickelt. In der Corona-Pandemie erhielten sie zusätzliche Bedeutung als Einnahmequelle, da für Musiker die Einnahmen aus Live-Auftritte wegfielen.




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