Ein großer Sonnenfleck AR4366 ist aktuell sehr aktiv und könnte für neue Polarlichter über Deutschland sorgen. Wann es wieder Nordlichter geben kann und wie hoch die Chancen sind.
Glühender Himmel über Deutschland: Die Jagd nach den Polarlichtern geht weiter. Wer die Polarlichter Mitte Januar verpasst hat, bekommt jetzt womöglich eine zweite Chance. Die Sonne zeigt sich aktuell von ihrer aktivsten Seite und ein riesiger Sonnenfleck lässt Experten aufhorchen. Steht uns das nächste farbgewaltige Spektakel unmittelbar bevor? Hier ist der aktuelle Status für alle Nordlichtjäger.
Vorhersage Polarlichter in Deutschland aktuell
Bunt tanzende Polarlichter über Deutschland: Immer häufiger wird das Naturphänomen, auch Aurora Borealis genannt, hierzulande gesichtet. Normalerweise sind sie eher in nördlichen Gefilden wie Skandinavien, Island, Grönland und rund um den Polarkreis zu beobachten. Die Chancen, Nordlichter auch in unseren Breitengraden zu beobachten, sind aktuell besonders hoch, da sich die Sonne am Maximum ihres elfjährigen Zyklus befindet.
Durch diese erhöhte Sonnenaktivität waren 2025 bereits mehrfach Polarlichter in Deutschland zu sehen, der Januar 2026 schloss sich mit dem stärksten Sonnensturm seit 2003 direkt an.
Aktuelle Sonnenfleckenregion AR4366
Der Sonnenfleck AR4366 ist derzeit eine sehr große und aktive Region dieses Sonnenzyklus. Er hat innerhalb weniger Tage mehrere starke M‑ und X‑Klasse‑Flares (Sonneneruptionen) produziert und gilt praktisch als „Flare‑Fabrik“. Die „X-Klasse“ ist dabei der stärkste Ausbruch.
AR4366 wird sogar als eine der aktivsten Sonnenfleckenregionen seit Jahren beschrieben. Magnetisch wird die Region als komplexe beta‑gamma‑delta‑Konfiguration geführt – eine Art magnetisches Pulverfass, das besonders häufig starke Flares hervorbringt.
Hohe Aktivität des AR4366 – wann kommt der nächste Flare?
Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) berichtet, dass die Region seit ihrem Erscheinen am 30. Januar bereits 21 Sonneneruptionen der Klasse C, 38 der Klasse M und 5 der Klasse X hervorgebracht hat. Doch das allein reicht nicht aus, um Polarlichter zu erzeugen.
Notwendig sind außerdem koronale Massenauswürfe (Coronal Mass Ejections – CME), die große Plasmamengen ins All schleudern, welche zusätzlich erdgerichtet sein müssen. Sonst fliegen sie einfach an der Erde vorbei.
Die komplexe magnetische Struktur von AR4366 und die anhaltenden Ausbrüche erhöhen die Wahrscheinlichkeit von koronalen Massenauswürfen (CMEs). Bisher wurde von dieser Region jedoch kein eindeutig erdgerichteter CME festgestellt.
So hoch ist die Wahrscheinlichkeit für neue Polarlichter
Aktuelle Prognosen laut earthsky.org sehen für die nächsten Tage eine hohe Wahrscheinlichkeit für weitere M‑Flares (etwa 60–65 %) und eine immer noch signifikante Chance (rund 25 %) für weitere X‑Flares. Eine exakte Vorhersage ist jedoch nicht möglich. Es bleibt also weiterhin sehr spannend und Beobachter sollten die aktuellen Echtzeit-Daten der Solar-Monitore über gängige Portale wie polarlicht-vorhersage.de oder spaceweatherlive im Blick behalten.
Grundsätzlich gilt für die Sichtung von Polarlichtern über Deutschland: Je stärker die Sonnenstürme, desto höher die Wahrscheinlichkeit für die Sichtbarkeit auch in unseren Breitengraden.
Glühender Himmel über Deutschland: Die Jagd nach den Polarlichtern geht weiter. Wer die Polarlichter Mitte Januar verpasst hat, bekommt jetzt womöglich eine zweite Chance. Die Sonne zeigt sich aktuell von ihrer aktivsten Seite und ein riesiger Sonnenfleck lässt Experten aufhorchen. Steht uns das nächste farbgewaltige Spektakel unmittelbar bevor? Hier ist der aktuelle Status für alle Nordlichtjäger.