Soziale Stadt Giebel Ein doppelter Grund zum Feiern

Von Petra Mostbacher-Dix 

Mit einem großen Fest ist der Abschluss des Programms „Soziale Stadt“ Giebel
gefeiert worden.

Hoch hinaus konnten Kinder am Kletterturm der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft gelangen. Foto: Petra Mostbacher-Dix
Hoch hinaus konnten Kinder am Kletterturm der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft gelangen. Foto: Petra Mostbacher-Dix

Giebel - I got sunshine in my pocket ... just dance, dance, dance“ tönt die Stimme des amerikanischen Sängers Justin Timberlake über den Ernst-Reuter-Platz. In dessen Rhythmus werfen auf einer Bühne die Kleinen der Kindertagesstätte Schwalbennest fröhlich Arme und Beine in die Luft, wie es ihre Erzieherinnen anleiten. Ein passender Auftakt des Fests in Stuttgart-Giebel, das – organisiert vom Stadtteil- und Familienzentrum, TSV Weilimdorf, Gaststätte Fasanengarten sowie Bürgerverein Giebel und Bergheim – nicht nur 65 Jahre Bestehen des Stadtteils, sondern auch die Erfolge des Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ feierte. Mit den Mitteln dieses Bund-Länder-Programms – von den 6,4 Millionen Euro für Investitionen kamen 60 Prozent von Bund und Land – konnte der Stadtteil umfassend erneuert werden, federführend koordiniert vom Amt für Stadtplanung und Wohnen. Auch der Gemeinderat habe unterstützt, lobte Stuttgarts Baubürgermeister Peter Pätzold. „Indes wäre das alles nicht möglich gewesen ohne die Menschen, die sich in einem offenen Bürgerbeteiligungsprozess so für ihren Stadtteil engagierten.“

Alle Aspekte des Lebens im Blick

Geht es doch bei dem Städtebauförderprogramm, das in acht Quartieren der Landeshauptstadt greift, nicht nur ums Sanieren und Bauen, sondern um alle Aspekte des Lebens, also auch soziale, kulturelle und wirtschaftsfördernde Ansätze. Sämtliche Projekte werden mit Bürgerbeteiligung entwickelt, ein professionelles Stadtteilmanagement arbeitet vor Ort.

An der Entwicklung im Giebel beteiligt waren etwa das Institut Weeber und Partner, das Stadtteilmanagement übernahm – mit Lisa Abele und Carolin Schork – Philip Klein, der auch den Festakt moderierte. Im Zuge der „Sozialen Stadt“ gründete sich der Bürgerverein Giebel und Bergheim, der Ernst-Reuter-Platz wurde umgestaltet, das Kinder- und Jugendhaus neu errichtet. In diesem „Giebelhaus“ befindet sich zudem die viergruppige Kita Schwalbennest, der Bürgerverein, das Familienzentrum (FaZ) sowie eine Cafeteria. Es sei Basis für erfolgreiche Stadtteilarbeit und Vernetzung, betonte Bezirksvorsteherin Ulrike Zich. Sie beschrieb Initiativen wie den monatlichen Brunch des Bürgervereins, den Aktionstag Gesundheit, den Weihnachtsmarkt auf dem Ernst-Reuter-Platz oder den Weinumtrunk. Die Akteure wirkten auch auf dem Fest zusammen, besorgten ein buntes Bühnenprogramm, boten an Ständen Kulinarisches aus aller Welt, für Kinder und Jugendliche Angebote von Hüpfburg bis Kletterturm der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. Eine Plakatausstellung zur Sozialen Stadt verdeutlichte das Vorher und Nachher.

Ehren- und Hauptamtliche ausgezeichnet

Zich dankte denn neben den Spezialisten der „Hardware“, etwa Bauunternehmen, Gastronomie und Handel, auch der „Software“. „Die Mitarbeitenden, die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich haupt- und ehrenamtlich einbrachten und einbringen in die Stadtteilarbeit, nur so können wir hier die Vielfalt der Menschen im Giebel abbilden.“ Zich und Pätzold zeichneten Ehrenamtliche und Hauptamtliche für ihre Arbeit aus, mit Ehrennadel des Landes und Ehrenmünzen der Stadt – inklusive „Nutzbarem“ wie Sportbällen oder guten Tropfen. Die überraschten Geehrten wiederum bedankten sich bei Martina de la Rosa, bei der Stadt für Finanzen und Sonderprogramme zuständig, mit einem enormen Blumenstrauß für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr offenes Ohr.

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