Spanien, Dänemark. England und Italien Die Magie der weißen Trikots bei der EM 2021

Wer Weiß trägt, gewinnt – so lautet bis dato das Motto bei der EM 2021. Foto: dpa/Koen Van Weel
Wer Weiß trägt, gewinnt – so lautet bis dato das Motto bei der EM 2021. Foto: dpa/Koen Van Weel

Die K.o.-Runde bei der EM 2021 bietet reichlich Spektakel und einige Überraschungen, doch eines ist bislang gewiss: Weiß gewinnt. Die Bilanz bei diesem Turnier ist eindeutig.

Sport: Dominik Ignée (doi)
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Stuttgart - Werfen wir doch mal einen gekonnten Blick nach vorne und stellen uns die Frage, warum der VfB Stuttgart in der nächsten Saison nur ganz knapp nicht deutscher Fußball-Meister wird. Es liegt an den Auswärtsspielen. Ansonsten heißt es ja: Weiß gewinnt! Fast wie im Schach. Seine Heimspiele wird der VfB in Weiß alle siegreich hinter sich bringen, aber wenn die Stuttgarter dann in der Fremde ihre roten Trikots aus der Kiste holen müssen, wird eher verloren.

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Dass die Farbe Weiß, die im Prinzip ja alles ist, nur keine Farbe, künftig mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit in Verbindung zu bringen ist, zeigt erstaunlicherweise diese Europameisterschaft. Denn weiße Trikots sind in der K.o.-Runde der EM bisher der absolute Glücksbringer. Wer weiß trägt, der ist eine Runde weiter.

Die Bilanz ist eindeutig

Neunmal trat ein Team in den zwölf Spielen der Achtel- und Viertelfinals bisher mit weißen Trikots an – und alle neun Nationen haben dann auch gewonnen. Dagegen hatten es Mannschaften mit roten Trikots besonders schwer, weshalb der Zeugwart des VfB die roten Leibchen oder Hosen zügig entsorgen sollte. Die Bayern, man muss es so sagen, sollten derweil ruhig ihre roten Trikots weiter anbehalten, denn dann werden sie zur Abwechslung mal nicht deutscher Meister – sondern nur Zweiter. Das tut der Liga gut.

Wenn aber in der kommenden Saison der VfB Stuttgart in Weiß verliert, der Hamburger SV abermals in der zweiten Liga stecken bleibt und die Bayern wieder den Titel holen, dann war die Geschichte mit der weißen Weste nur eine Momentaufnahme dieser EM. Und nichts für Kartenleger, Glaskugel-Propheten oder andere Scharlatane, die glauben, der Ball sei eine Scheibe. Er ist rund – und muss ins Eckige.




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