Spatenstich Bundesleistungszentrum Mehr Trainingsfläche für den Spitzensport

Prominenz aus Sport, Baubranche und Politik beim Spatenstich. Foto: Patricia Sigerist
Prominenz aus Sport, Baubranche und Politik beim Spatenstich. Foto: Patricia Sigerist

Mit einem symbolischen Spatenstich startet nach der fünfjährigen Planungsphase die Erweiterung für den Olympiastützpunkt der Rhythmischen Sportgymnastik in Schmiden. Der Bau soll in einem Jahr fertiggestellt sein und drei Millionen Euro kosten.

Rems-Murr: Sascha Schmierer (sas)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Schmiden - Pünktlich zum symbolischen Spatenstich setzte am Montagnachmittag in Schmiden leichter Nieselregen ein – die Freude der Sportprominenz über den lang ersehnten Bauauftakt konnte die widrige Witterung allerdings nicht trüben: Nach einer fünfjährigen Planungsphase und einem immer wieder aufflackernden Streit ums Geld beginnt beim Bundesstützpunkt für die Rhythmische Sportgymnastik in Schmiden die von Athletinnen und Betreuerteam lange ersehnte Erweiterung.

Auf der 1200 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche sind zwei Trainingsflächen geplant

Ist der auf Kosten von drei Millionen Euro geschätzte Bau in voraussichtlich einem Jahr abgeschlossen, soll für das Training der 21 Kadersportlerinnen endlich mehr Platz zur Verfügung stehen – und die Videoschulung nicht länger in der Gerätegarage stattfinden müssen. Auf der 1200 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche sind zwei Trainingsflächen geplant, deren Maßstäbe mit 14 mal 14 Metern auch den geänderten Wettkampfbedingungen entsprechen. Ein unterkellertes Verwaltungsgebäude soll neben Umkleiden und Besprechungsräumen auch einen Ballettsaal, ein Lager und den Seminarraum für Manöverkritik per Videoanalyse enthalten.

Mit der Rhythmischen Sportgymnastik habe der Spitzensport eine Heimat in Fellbach

Wolfgang Drexler nutzte als Präsident des Schwäbischen Turnerbunds den Bauauftakt deshalb auch ausdrücklich, um „stellvertretend für den ganzen Sport dem Fellbacher Gemeinderat herzlichen Dank“ abzustatten. Die Kommune trägt etwa ein Drittel der Baukosten, Bund und Land steuern Beträge in ähnlicher Größen-ordnung bei. Falls der auf eine Million Euro gedeckelte Beitrag der Stadt Fellbach nicht reichen sollte, will der TSV Schmiden mit bis zu 50 000 Euro einspringen. „Ich hoffe sehr, dass wir finanziell zu einer Punkt-landung kommen“, sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Zull beim Spatenstich. Mit der Rhythmischen Sportgymnastik habe der Spitzensport eine Heimat in Fellbach, der Olympiastützpunkt trage den Namen der Stadt in die Welt. Die gute Kooperation werde auch in der Zusammenarbeit mit dem TSV Schmiden deutlich, über den leistungsstarker Nachwuchs gewonnen werden könne. Gabriele Zull sprach deshalb von einem „besonderen Tag für den Sport und für die Sportstadt Fellbach“.

Wolfgang Drexler hatte in seinem Grußwort an die Zeiten erinnert, als in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule die speziellen Bodenmatten fürs Training der Sportgymnastinnen noch täglich auf- und abgebaut hatten werden müssen. Er freute sich, dass mit der Erweiterung auch der Rahmen für die schulische Ausbildung der Athletinnen geschaffen werde – und brach eine Lanze für die Bedeutung des Turnens: „Wären die Kicker vom VfB früher beim Kinderturnen gewesen, wäre der Klub damals auch nicht abgestiegen“, sagte er.




Unsere Empfehlung für Sie