SPD in Stuttgart „Conradi soll aus Partei austreten“

Von wos 

Der Stadtrat und Ex-Kreisvorsitzende der SPD, Andreas Reißig, legt dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Conradi nahe, die Partei zu verlassen.

Die Ergebnisse des ersten Wahlgangs zur OB-Wahl verfolgte Peter Conradi (l.) unter anderem in der Gesellschaft von Rezzo Schlauch. Foto: Achim Zweygarth
Die Ergebnisse des ersten Wahlgangs zur OB-Wahl verfolgte Peter Conradi (l.) unter anderem in der Gesellschaft von Rezzo Schlauch. Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Der Stuttgarter SPD-Stadtrat und frühere Kreisvorsitzende Andreas Reißig hat dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten der Sozialdemokraten den Austritt aus der Partei nahegelegt. Conradi, der ein Gegner des Schienenprojekts Stuttgart 21 ist, hatte sich im OB-Wahlkampf schon vor dem ersten Wahlgang öffentlich für Fritz Kuhn ausgesprochen. „Wenn Peter Conradi noch einen Funken Anstand und Verantwortungsbewusstsein hat, dann sollte er endlich die SPD verlassen“, erklärte Reißig gegenüber Journalisten. „Aber dann interessiert sich niemand mehr für ihn. Conradi ist ein Teil des Problems der Stuttgarter SPD und nicht Teil der Lösung.“

Conradi, der 1974 als OB-Kandidat der Stuttgarter SPD ohne Erfolg gegen Manfred Rommel (CDU) angetreten war, saß von 1972 bis 1998 als Abgeordneter im Bundestag. Er war Architekt und Präsident der Bundesarchitektenkammer und sagte seinen Genossen wegen Stuttgart 21 den Kampf an. Im vergangenen Jahr forderte er, die Parteibasis über das umstrittene Schienenprojekt abstimmen zu lassen.