Ein seltenes Himmelsspektakel: Grüne und rote Polarlichter leuchten über Baden-Württemberg. Wo das Naturschauspiel am besten zu sehen war.
Grüne und rote Farbtöne haben am späten Montagabend den Himmel über Teilen Baden-Württembergs geschmückt. Gut zu sehen gewesen seien die Polarlichter in der Region Freiburg, generell im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb, Hohenlohe – und auch im Raum Stuttgart, sagte Meteorologe Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
Allerdings hätten die Stadtlichter die Sicht auf die Polarlichter gestört. „In der Region Stuttgart ließ sich das Schauspiel besser außerhalb von Stadtgebieten beobachten“, sagte Nerding. Dies habe sich auch daraus ableiten lassen, dass in der Warnwetter-App mehr Meldungen zu Polarlichtern außerhalb von dicht besiedelten Gegenden eingegangen seien. Die Höhenlagen hätten dabei keine Rolle gespielt.
Das Nachsehen in der Region hatte allerdings Ludwigsburg – hier sei der Himmel eingetrübt gewesen, die Sicht entsprechend schlecht. „Grund dafür war Nebel aus der Gegend Heilbronn“, sagt Nerding.
„Es gibt nicht tagtäglich Polarlichter in Deutschland“, erklärte er. „In der Ausprägung, wie in der vergangenen Nacht, war es ein seltenes Ereignis. Es war bis in die Alpen sichtbar.“ Zwischen 22 Uhr und etwa 23.15 Uhr hätten viele Nutzer über die Warnwetter-App Polarlichter gemeldet. „Das war die Zeit, wo es deutschlandweit gut zu sehen war, bis auf die Regionen, die durch Nebel getrübt waren.“ Allein für Baden-Württemberg habe es 200 solcher Meldungen gegeben.
In den nächsten Tagen erwartet der DWD keine weiteren Polarlichter in der Region Stuttgart. Es soll allerdings unverändert kalt bleiben. „Tagsüber rechnen wir mit Höchstwerten von vier Grad, nachts mit Tiefstwerten von minus vier Grad“, sagte Nerding.