Spektakel im Londoner Ally Pally Das deutsche Quartett bei der Darts-WM

Gabriel Clemens ist der aktuell beste deutsche Darts-Profi. Im vergangenen Jahr erreichte er das Achtelfinale bei der WM. Foto: dpa/John Walton
Gabriel Clemens ist der aktuell beste deutsche Darts-Profi. Im vergangenen Jahr erreichte er das Achtelfinale bei der WM. Foto: dpa/John Walton

In rund fünf Wochen beginnt die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace, bislang haben sich vier deutsche Spieler dafür qualifiziert. Wir stellen sie kurz vor.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)
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Stuttgart - Der erst 16 Jahre alte Fabian Schmutzler hat sich überraschend das Ticket für die Darts-WM in London gesichert. Der Teenager aus Frankfurt am Main ist damit der vierte Deutsche, der bei den Titelkämpfen vom 15. Dezember bis zum 3. Januar im Alexandra Palace (live auf Sport 1) auf der großen Bühne antreten wird. Bei der letzten Auflage der WM blieb Gerwyn Price im Finale eiskalt und besiegte Gary Anderson klar mit 7:3. Der 35 Jahre alte Waliser wurde mit dem Sid-Waddell-Pokal sowie 500 000 Pfund (580 000 Euro) belohnt. Mit diesem Preisgeld löste er Michael van Gerwen von der Spitzenposition der Weltrangliste ab. Bislang erreichte noch kein Deutscher das WM-Viertelfinale, wir stellen das bis dato qualifizierte Quartett kurz vor.

Gabriel Clemens: Der Saarländer wurde am 16. August 1983 in Saarlouis geboren, er spielt seit 2001 Darts und startet seit 2018 auf der Profi-Tour der Professional Darts Corporation (PDC). Aktuell gilt der gelernte Industriemechaniker als die Nummer eins in Deutschland. Seine größten Erfolge sind das Erreichen des WM-Achtelfinales im vergangenen Jahr sowie die Halbfinal-Teilnahmen am World Masters 2017 und am World Cup of Darts 2020 (mit Max Hopp). Sein Spitzname ist „German Giant“, der deutsche Riese; mitunter wird er auch „Gaga“ genannt.

Martin Schindler: 2014 begann der Brandenburger, der am 16. August 1996 in Strausberg geboren wurde, mit seiner Darts-Karriere. Seit 2015 startet er in der PDC, 2016 qualifizierte sich Schindler für die PDC-Jugendweltmeisterschaft und erreichte dort das Achtelfinale – seit 2017 ist er Profi und nahm 2018 erstmals an der WM teil, wo er aber wie auch 2019 in Runde eins ausschied. Im April gelang ihm bei der Super League Darts ein 11:10 Finalsieg gegen Florian Hempel, womit er das Ticket für die WM sicherte. Die größten Erfolge von „The Wall“ (die Wand) sind die WM-Teilnahmen 2018 und 2019 sowie die Finalteilnahme in der PDC-Jugend-WM 2018.

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Florian Hempel: In seiner ersten Sportkarriere war der Mann aus Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) Handball-Torwart, erst 2017 wechselte er mit damals 27 Jahren das Metier und kam zum Darts-Sport. In diesem Jahr konnte er sich für die Darts-EM (und damit für sein erstes PDC-Majorturnier) qualifizieren – in der ersten Runde bezwang er Titelverteidiger Peter Wright schied erst im Achtelfinale gegen Mensur Suljovic knapp mit 9:10 aus. Der größte Erfolg von Hempel ist das Ticket für die WM im Ally Pally im Dezember. Einen Spitznamen hat sich der Familienvater, der mittlerweile in Köln lebt, noch nicht zugelegt.

Fabian Schmutzler: Der am 19. Oktober 2005 in Frankfurt/Main geborene Hesse spielt erst seit zwei Jahren Darts und startete bislang in der Nachwuchsserie der PDC, der Development Tour. Dort konnte Schmutzler die Turniere Nummer zehn und elf gewinnen. Weil der Gesamtsieger der Tour bereits für die WM qualifiziert war, erhielt Schmutzler als Zweitplatzierter das WM-Ticket. Sein Spitzname: The Fabulous Fab.

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