Spenden in der Coronakrise Sportstars unterstützen Krankenhäuser und Betroffene

Von Christiane Rebhan 

Viele Vereine und Sportprominente wollen in der Coronakrise helfen und spenden medizinische Güter oder unterstützen Hilfsorganisationen. Mit Millionenbeträgen setzen sich Lionel Messi, Roger Federer und andere im Kampf gegen die Pandemie ein.

Leon Goretzka und Joshua Kimmich sammeln gemeinsam Spenden für Menschen, die von Corona-Folgen betroffen sind. Foto: Imago//Bernd Feil 9 Bilder
Leon Goretzka und Joshua Kimmich sammeln gemeinsam Spenden für Menschen, die von Corona-Folgen betroffen sind. Foto: Imago//Bernd Feil

Stuttgart - Prominente aus der Unterhaltungsbranche haben es vorgemacht, inzwischen ziehen auch viele Sportler mit ins Feld, die Leiden, die das Coronavirus verursacht zu mildern. Manche spenden Geld an Hilfsorganisationen, andere helfen mit Sachspenden an Krankenhäuser in ihren Heimatländern.

Die Anstoßgeber in Deutschland waren die Nationalkicker Leon Goretzka und Joshua Kimmich, die gemeinsam die Initiative #WekickCorona ins Leben gerufen haben und inzwischen über 3,3 Millionen Euro einsammelten. Das Geld soll den Tafeln und anderen sozialen Einrichtungen zugute kommen.

Tennisstar Roger Federer spendet zusammen mit seiner Frau Mirka an Schweizer Familien, die besonders von den Auswirkungen des Virus gefährdet sind. Und selbst harte Kerle, wie der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor danken den Pflegekräften und Ärzten für ihren Einsatz mit Spenden.

Eine große Welle an Solidarität gibt es auch im US-Sport, wobei man bedenken muss, dass in den Vereinigten Staaten eine andere Unternehmens- und Gesellschaftskultur herrscht. Die Spendenbereitschaft ist grundsätzlich höher, außerdem gibt es dort andere Arbeitsverhältnisse. Deshalb unterstützen viele US-Profis jetzt beschäftigungslosen Hallen-Mitarbeiter: Wegen der Corona-Pandemie wurde auch dort der Spielbetrieb unterbrochen, viele Menschen im Umfeld der Teams sind jetzt arbeitslos oder bekommen keine Gehälter. In der Basketball-Liga NBA und der Eishockey-Liga NHL haben Vereine und Sportler dem Personal der Arenen teils umfangreiche Soforthilfen zugesagt. Der sechsmalige NBA-Champion Golden State Warriors kündigte an, dass Klubbesitzer und Spieler einen Katastrophenhilfe-Fonds über eine Million US-Dollar (rund 900 000 Euro) einrichten werden, um den mehr als 1000 (Teilzeit-)Beschäftigten des Chase Center in San Francisco zu helfen. Der Nachwuchsbasketballer Zion Williamson von den Pelicans, dessen Arbeitsvertrag noch wesentlich schlechter dotiert ist, als der von Basketballstars wie Kevin Love, übernimmt die Gehälter der Stadionmitarbeiter in New Orleans.

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