Spendenaktion Hilfe für den Nachbarn Der versprochene Job war im Rotlichtmilieu

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Der junge Mann geriet in die Fänge eines Menschhändlerrings. So kam er ins Rotlichtmilieu in die Armutsprostitution. Den Ausstieg hat er geschafft – jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

In einer Absteige im Rotlichtviertel ist der junge Mann gelandet. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
In einer Absteige im Rotlichtviertel ist der junge Mann gelandet. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - 3 Der junge Mann will ein normales Leben führen mit einer kleinen Wohnung und einem Job, von dem er leben kann. Was für andere selbstverständlich ist, ist für ihn ein Wunschtraum. Mit Hilfe einer Sozialpädagogin aus der Beratungsstelle, die ihn betreut, hat er tatsächlich eine erschwingliche Bleibe gefunden. Für die benötigt er noch etliche Dinge vom Essbesteck angefangen, denn Herr K. besitzt nichts außer ein paar Kleidungsstücken.

Von den Eltern verlassen

In seinem Herkunftsland geriet er noch als Teenager in die Fänge eines Menschenhändlerrings: „Die haben mir Arbeit versprochen. Was das ist, haben sie nicht gesagt“, berichtet er. Jetzt ist er Anfang zwanzig. Seit seinem 15. Lebensjahr musste er für sich selbst sorgen, genau genommen, seit frühester Kindheit, denn als der und seine Schwestern drei, vier und fünf Jahren alt waren, haben die Eltern die drei kleinen Kinder einfach in der Wohnung zurück gelassen und sind auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Herr K. ist das Jüngste der Geschwister. „Anfangs haben mich meine Schwestern versorgt“, sagt er. Schließlich brachte die Polizei die Drei in ein Kinderheim. Mit 15 war da Schluss. Somit kämpfte er als Jugendlicher praktisch dauernd ums Überleben, hatte mal hier einen Gelegenheitsjob, dann wieder dort. Als ihm die falschen Freunde das Blaue vom Himmel versprachen, wenn er mit ihnen nach Deutschland mitkomme, schlug er ein.

Der Ausstieg aus dem Milieu ist gelungen

Hier landete er im Rotlichtviertel in der Armutsprostitution. „Ich war schockiert, ich war das nicht gewohnt“ – Herr K. ist zurückhaltend und schüchtern. Was er erlebt hat, ist nur zu erahnen. „Ich hatte mir eine andere Art von Arbeit oder eine Ausbildung vorgestellt. Ich fühlte mich bei diesen Leuten nicht wohl“. Diese Leute, war unter anderem sein Zuhälter, der ihm für die Unterkunft soviel Geld abknöpfte, dass er wieder am Existenzminimum lebte. „Aber der Zuhälter beschützt einen auch“, gibt K. zu bedenken. „Er wusste, wo ich war.“

Mit Hilfe des Café Strichpunkt schaffte er den Ausstieg. Jetzt hat er einen Minijob und hofft, dass daraus eine richtige Anstellung werden könnte. Dennoch schreibt er fleißig Bewerbungen, denn er will auf eigenen Beinen stehen. Bedingung für den Mietvertrag ist die Übernahme von einigen Möbeln. Und um die bezahlen zu können, benötig er eine Spende.

Das sind die Kontodaten

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