Spendenaktion Hilfe für den Nachbarn Ein letztes Mal mit den Kindern ans Meer fahren

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Frau S. hatte monatelang chronischen Husten. Dann kam die Diagnose Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Zusammen mit ihrem Mann und den fünf kleinen Kindern möchte sie verreisen.

Ein paar Tage am Meer mit allen zusammen ist der letzte Wunsch von Frau S. Foto: dpa/Frank Molter
Ein paar Tage am Meer mit allen zusammen ist der letzte Wunsch von Frau S. Foto: dpa/Frank Molter

Stuttgart - 43 Bei fünf kleinen Kindern ist es kein Wunder, wenn man einen Dauerhusten hat: „Das ist eben eine verhockte Geschichte“, dachte sich Frau S. Von den Kindern, das jüngste ist gerade zwei Jahre alt, hatte auch dauernd eines Schnupfen oder einen Infekt. Den ganzen Herbst im vergangenen Jahr fand sie sich mit der quälenden Husterei ab, im Februar dieses Jahres aber ging sie endlich zum Arzt. Die Diagnose lautete nicht etwa chronische Bronchitis, sondern Lungenkrebs – und zwar im fortgeschrittenen Stadium. Schon da war klar, dass ihr. nicht mehr viel Zeit bleiben wird.

Der Hunger kommt wieder

Frau S. ist jetzt Anfang vierzig. Ihre Kinder sind zwischen zwei und zehn Jahren alt und sie wissen Bescheid über den Gesundheitszustand ihrer Mutter. „Sie gehen prima damit um. Es sind sehr starke Kinder“, sagt sie stolz. „Der Fünfjährige redet viel darüber, wie es ist, wenn ich nicht mehr da bin.“

Gerade hat sie eine weitere Bestrahlung hinter sich und ist noch schwach. Wenn sie redet muss sie immer wieder unterbrechen und husten. Sie versucht dennoch viel Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. „Ich gehe mit ihnen spazieren, aber immer nur mit einem. Sonst ist es zu anstrengend für mich.“ Aber Frau S. ist zwischendurch auch guter Dinge. „Mein Hunger kommt wieder“, freut sie sich. Das ist ein gutes Zeichen. „Vielleicht überstehen ich ja auch alles“, sagt sie lachend. Während ihrer Krankenhausaufenthalte sorgte eine Familienhelferin für die Kinder. Ansonsten stemmt alles der Ehemann von Frau S. alleine. „Er versucht, viel zuhause zu sein.“

Gewalt von frühester Kindheit an

Was Frau S. von frühester Kindheit an durchgemacht hat, ist unvorstellbar. Sie wurde in eine Familie hineingeboren, die der Moon-Sekte angehörte. Eines von deren Grundprinzipien ist die Gehirnwäsche und die bedingungslose Unterwerfung. Ihre Erlebnisse hat Frau S. protokolliert. Seit sie sich erinnern kann, wurde ihr extreme psychische und physische Gewalt angetan, sexueller Missbrauch war an der Tagesordnung. Was Frau S. in ihrem Erinnerungsprotokoll festgehalten hat, sprengt jede Vorstellungskraft von menschlichem Zusammenleben, insbesondere vom Umgang mit Kindern. Schon als Kleinkind wurde sie unter Drogen gesetzt. Nach ihrer Flucht wurde sie weiter von den Sektenmitgliedern verfolgt. Eine Therapie half ihr, mit den Schrecken ihrer der Vergangenheit zu leben und einen Neuanfang zu wagen mit einer eigenen Familie und einem liebe-und verständnisvollen Umgang mit ihren Kindern.

Frau S. jammert nicht über ihr Schicksal, sondern ist dankbar für jeden Tag, den sie noch mit ihrer Familie verbringen kann. Vor einiger Zeit hatten Freunde der Familie in einem sozialen Netzwerk eine Spendenaktion für sie gestartet, denn der größte Wunsch von Frau S. und ihrer Familie wäre es, noch einmal gemeinsam Urlaub am Meer zu machen.

Die Kinder schreiben Packlisten

„Die Kinder sind schon ganz aufgeregt und überlegen, was sie alles einpacken müssen und wie sie ihre Sandburgen bauen“, erzählt sie gerührt. „Sie haben auch schon Ideen, was sie machen, wenn das Wetter nicht gut ist.“ Im Frühsommer wollen sie mit dem Zug an die Nordsee fahren. Fahrt und Unterkunft organisieren die Freunde. Die Familie hat durch die Krankheit viele Unkosten: Frau S. benötigt Medikamente, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Ebenso müssen häufig Babysitter bezahlt werden, wenn sie Ruhe braucht. Somit können Herr und Frau S. jeden Euro gebrauchen, damit die gemeinsame Reise an s Meer als Erinnerung für die Kinder wahr werden kann.

So können Sie spenden:

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