Spendenaktion Hilfe für den Nachbarn Ein Lichtblick für Menschen in Not

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Über 1700 Menschen in Not hat „Hilfe für den Nachbarn“, die Spendenaktion der Stuttgarter Zeitung im vergangenen Jahr unterstützt. Dies war möglich, weil die Leser der Stuttgarter Zeitung stolze 1,6 Millionen Euro für Bedürftige gespendet haben.

Viele Senioren müssen von ihrer schmalen Rente auch noch Krankenkosten bezahlen. Foto: mauritius Images
Viele Senioren müssen von ihrer schmalen Rente auch noch Krankenkosten bezahlen. Foto: mauritius Images

Stuttgart - Es sind etliche Ordner, die sich im Laufe eines Jahres füllen bei „Hilfe für den Nachbarn“. Fein säuberlich dokumentiert sind darin die Spendenanträge, die uns als gemeinnützigen Verein erreichen, 1600, 1700 Fälle pro Jahr, wobei hinter jedem Fall ein Schicksal steckt, zum Beispiel jenes von Herrn L., den Scheidung und schwere Krankheit aus der Bahn geworfen haben. Das medizinische Bulletin liest sich dramatisch: starke Arthrose in Schultern und Hüften, akute Probleme mit Harnleiter, Blase und Niere, seit 2018 Speiseröhrenkrebs dazu. Die kleine Rente und eine aufstockende Grundsicherung, die der Mann erhält, reichen gerade so zum Überleben – aber nicht für die Anschaffung eines Spezialsessels, bei dem er die Sitzpositionen per Knopfdruck ändern kann, um Schmerzen zu lindern.

Spende für einen Herd

Oder Frau I. aus Stuttgart, die – gerade schwanger geworden – von ihrem Mann sitzen gelassen wurde. Ihre Tochter wurde im Wohnheim für alleinerziehende Mütter geboren. Nun kann die junge Frau, die eine Ausbildung zur Krankenpflegerin absolviert hat, in eine eigene Wohnung ziehen, die freilich eingerichtet werden will. „Hilfe für den Nachbarn“ steht zur Anschaffung von Betten, Lattenrosten und Matratzen und einem Herd parat.

In aller Regel sind es nicht die großen Dinge, bei denen unsere seit mehr als 40 Jahren bestehende Weihnachtsaktion einspringt – und die Gesellschaft ein wenig menschlicher macht. Wer schlechte Zähne hat, weiß ein Lied davon zu singen, wie rudimentär die Zuschüsse der Krankenkassen bisweilen sind; auch Brillen werden nicht finanziert: selbst wer einen ungewöhnlichen Sehfehler hat, muss schauen, wie er oder sie zurecht kommt. Und wenn der Geldbeutel ohnehin schmal ist, sind Sonderanschaffungen in der Regel einfach nicht drin.

Kompliment an die Spender

Wie wichtig gerade auch in diesen Zeiten ein Verein wie der StZ-Verein „Hilfe für den Nachbarn“ ist, wird uns immer wieder auch in unseren Beiratssitzungen gespiegelt von den darin versammelten karitativen Organisationen in der Stadt und der Region Stuttgart. Wenn es die Aktion nicht gäbe, müsste sie erfunden werden, heißt es. Und das wiederum ist ein Kompliment, das direkt an Sie liebe Leserinnen und Leser, liebe Spenderinnen und Spender geht, an Sie, die Sie allein diese Aktion tragen. 1,6 Millionen Euro haben sie im vergangenen Jahr gegeben, eine unglaubliche Summe, die aber aufgebraucht ist. Jeder einzelne Cent davon ist an die Bedürftigen gegangen, weil der Vorstand rein ehrenamtlich tätig ist, vor allem aber der Verlag der Stuttgarter Zeitung alle Verwaltungskosten trägt. Das ist nicht selbstverständlich. Aber so ist es gute Tradition und so bleibt es auch in Zukunft.

Gewiss ist bei alledem der große Dank der Notleidenden, für die „Hilfe für den Nachbarn“ ein Lichtblick in nicht selten dunklen Zeiten ist. Für Herrn L. und Frau I. und für all die anderen, die Unterstützung bekommen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich nun von Herzen eine frohe und besinnliche Adventszeit. Und bleiben Sie uns bitte gewogen.

Hilfe für den Nachbarn

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Die Adresse:
"Hilfe für den Nachbarn e.V."
c/o Stuttgarter Zeitung
Plieninger Straße 150
70567 Stuttgart

Telefon: 0711 / 7205-1311
Fax: 0711 / 7205-1323
E-Mail: stz-hilfe@stz.zgs.de

Das Spendenkonto:
IBAN DE53 6005 0101 0002 2262 22
BIC SOLADEST600