Spendenaktion Hilfe für den Nachbarn Ein Teufelskreis aus Drogen, Gewalt und Prostitution

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Schon als Kind wurde Frau B. vom Onkel und vom Opa sexuell missbraucht. Später landete sie im Bordell. Heute führt sie ein anderes Leben. Eine Therapie soll ihr helfen, das Erlebte zu verarbeiten.

Das Dasein im Bordell hielt Frau B. nur mit Drogen durch. Foto: dpa
Das Dasein im Bordell hielt Frau B. nur mit Drogen durch. Foto: dpa

Stuttgart - „Es ist so schön, wenn Du normal bist“ – diesen Satz sagt die gerade einmal 25-Jährige Frau B. geradezu verträumt. Ihr bisheriges Leben verlief alles andere als normal. Sie war gefangen in einem Sumpf von sexuellem Missbrauch, Kriminalität, Prostitution, Zuhälterei und Drogen.

Selbstmord am Kindergeburtstag

Ihre Mutter gebar sie mit 16 und suchte das Weite. Ihr Vater fand eine andere Frau. „Ich habe lange gar nicht gewusst, dass sie meine Stiefmutter war“, erzählt die junge Frau. Erst der 13. Geburtstag ihres Stiefbruders brachte das ans Licht und er war ein Schock für die Kinder, den sie nie vergessen werden. Der Vater zündete sich vor den Augen der Familie an und erlag den Verletzungen. Nach dem furchtbaren Erlebnis wollte die Stiefmutter das Kind loshaben. Das Mädchen wurde zu einer Tante abgeschoben. Dort wurde sie zum ersten Mal sexuell missbraucht, vom Onkel. „Ich konnte nichts sagen, sonst hätten sie mich rausgeworfen“, erklärt sie. Schließlich versuchte auch der Großvater, den sie ins Vertrauen gezogen hatte, sich an ihr zu vergreifen, und mit 16 wurde sie von zwei Männern vergewaltigt. Eine Freundin hatte das arrangiert und dafür Geld bekommen.

Der Traum vom Helfen

Danach wollte sie nur noch weg und flüchtete nach Österreich. Doch dort kam sie vom Regen in die Traufe und landete durch ihren Freund in der Prostitution. „Man kommt aus diesem Kreislauf von Männern, Prostituierten und Gewalt nicht mehr raus“, sagt sie. Der vermeintliche Freund brachte sie nach Deutschland ins Bordell. Nur mit Drogen hielt sie dieses Leben durch. „Mit Kokain ist alles Schlimme aus dem Kopf draußen.“ Sie magerte auf 38 Kilo ab und nach zwei Selbstmordversuchen rastete sie aus und setzte ihr Zimmer in Brand. Danach wurde sie eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Heute nimmt sie keine Drogen mehr und hat den Kontakt zur Kirche gesucht. Dort findet sie Rückhalt. Krankenschwester möchte sie werden: „Mein Wunsch ist es, anderen zu helfen.“ Eine Traumatherapie könnte ihr helfen, was sie erlebt hat, zu verarbeiten. Die ersten Probesitzungen waren erfolgreich, betont die Sozialarbeiterin, die Frau B. betreut. Aber nur mit Unterstützung von Spendengeldern kann die Therapie fortgesetzt werden. Die Kasse bezahlt sie nicht.

So können Sie spenden:

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